1721 Gr (vr 1722
Grynäns, (Johann) ein vortrefli-cher refornnrter Goltesgelehrter, ge-bohren den 8. Jul. 1705- zuLeuffel-fingen, einem Dorf im Conto« Ba-sei, wo sein Vater, Samuel Gry,näus, Pfarrer war. Er war nur,6. Monate alt, als er seinen Vaterverlohr; zeigte im 6ten Jahr schonausserordevtliche Gaben, und fiengim zwölften die Weltweirheit zu stu-diren an. Er wählte die Rechtsge-lahrheit, und wurde 17-4. Liren»tiat. Die Begierde, die politischeGesetze der Ebräer auch kennen zulernen, veranlaßte ihn, die morgen-ländische Sprachen zu lernen, wo-rinn er ungemeinen Fortgang hatte.Diese Bemühung machte ihn mitder Gottesqelahrheit bekannt, woraner so viel Geschmack fand, daß er sie»ur Hauptsache machte. 17)7.wurde er Professor der Gottesgelahk-heit. Die vortrefliche Rede, die erbey Antritt diese« Amt« gehalten,stehet in lemple Helvetica 1. V.Sein allzugroffer Fleiß aber ver-derbte seine Gesundheit, und derTod nahm ihn den 1 r. April 1744-hinweg, ehe er noch sein rsste«Jahr vollendet. Erwürbe, sowieer« verdient, allgemein bedaurt.Er besaß alle Eigenschaften eine«rechten Gottesgelehrten. Er waraufgeklärt, scharfsinnig, friedfertigund bis zur Ausschweiffung arbeit-sam. Man hat sich bemühet, alle«,was er in seinem Leben drucken lassen,zu sammeln, und 1746. in einemOclavband herauszugeben, untermTitel: 5. Oputcula rdeo-
logicv Wscellanea. Da» Nuseumbelvericum enthält auch zwey Ab»Handlungen von ihm. Die eineführt die Aufschrift: Hnimaäverlio-nes aä keimannum rle ^rkeilmoHloKameüsN'iium; und die andere:
Oisguilirio exillolics, an Mslio-inec impokor knerir sn s-ni.iricus?
Was von seiner Hand gekommen, ist
mit einer eben so weitläiistigen al«gründlichen Gelehrsamkeit geschrie»bcn.
srynäus, (Joh. Jac.) ein trefii-cher refornnrter Gottesgelehrter desXVI. Jahrhundert«, war des Tho-mas GrynäusSohn, und zuBern,während daß sich sein Vater daselbstaufhielt, den i.Oct. 1540. geboh-ren. Er studirte zu Basel, undbrachte es so weit, daß man ihm inseinem neunzehenden Jahr schon da«Diaconat zu Röteln auftrug. 1 s 6;.gieng er nach Tübingen , erhielt da-selbst die Doktorwürde, und nahmden Ruf zur Pfarre Röteln nach sei-nes Vaters Tod an. 1577. erhielter den zweyten theologischen Lehrstuhlzu Basel. Neun Jahr hernach be-gehrte ihn der Churfürst Ludwig inder Pfalz von dem Magistrat zu Ba-sel , um die Gottesgelahrheit undGeschichtkunde zu Heidelberg zu leh-ren. Der Magistrat erlaubte e«,und Grynäu« lehrte zwey Jahr langmit Beyfall in der pfälzischen Haupt-stadt. Nach dieser Zeit wurde ernach Basel zuruckberuffen, um Si-mon Sulzern sowohl in dem Amteines Kirchenvorsteher« al« in demersten theologischen Lehrstuhl zu fol-gen. Er nahm den Ruf gern an,kam nach Basel zurück, und bliebdaselbst bis an seinen Tod, so den; r. Aug. > 61z. erfolgt. Er wurdefünf Jahr vor seinem Ende blind,versah aber dannoch seine Predigtenund übrige Amtsverrichtungen mitdem gewöhnlichen Eifer. Er hatnoch ausser diesem der Kirche undUniversität Basel grosse Dienste er-wiesen. Die vier reformirte Can«ton« wählten ihn auch isy, - umin ihrem Nahmen dem ChurfürstenFriederich IV. in der Pfalz bey An-tritt der Regierung Glück zu wün-schen. Man hat viele theologischeSchriften von ihm.
Erynäus,