Band 
Zweyter Theil.
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Grynäus , s Simon) ein berühm-ter Schriftsteller des XVI. Jahrhun-derts , qebohren >4-;. auf einemDorfe bey Vorlagen in Schwaben.Er war Luthers und Melanchthonsguter Freund, und Ichrte die Spra-chen und Wissenschaften zu Wien,Ofen, Heidelberg, Tübingen undDasei, und starb an letzten« Ortden i.Aug. 1541. OaS Jahr vor-her hatte er den Vorsitz auf der Re-ligionrunterredung zr Worms ge-habt. Man hat krrk-tioncm aäklrwms Opera omnia; IsaZogenin iVrillorelis R.berc>ricgin er iibrum<le lVIunclo, erc. von ihm. Er hatauch zuerst deS Ploloiraus Almagestgriechisch herausgegebm.

Srynäus, (Thomas, ein berühm-ter GotteSgelehrter bei XVI. Jahr-hunderts gebohrcn isir. zu Vörin«gen. Simon Grpnius, sein An-verwandter, nahin ihn zu sich nachHeidelberg, und unterrichtete ihngründlich. is;y. aieng er nachBasel, und hielt dasebst der Jugendbesondere Vorlesungen. Einige Zeithernach berief man ihr nach Bern,das Griechische und Lateinische zulehren, so er auch viele Jahre sehrvorzüglich versah, bis er wieder nachBasel gienq, wo er I s47. Professorwurde. Marggraf Ccrl von Badengab ihm hernach die Pfarre Rötelnim Marggrafthum, wo er ,->64.an der Best starb. Obiger IorHarm Jakob Grynäus war seinSohn.

Gryphius, (Andr. ) ein Landsyn«dicns im Fürstenthum Glogau, wur-de in der Hauptstadt desselben den20. Oct. iüi6. gebohren. Er stü-rmte zu Fraustadt vnd Danzig.i«;7- ward er zum Lichter ge,krönt, und zum Magister der Künstegemacht. ES ward ihm auch derAdel mit einem neuen Wappen ver-ehrt , dessen er sich aber niemals be-dient hat. 1618. gierig er nach

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Leiden, und machte sich beym Sal.masiuS und Heinsiu« besonders be-liebt. Nach diesem that er mit eini-gen von Adel eine Reise durch En-gelland, Frankreich und Italien,und kam 1647. wieder nach Frau-stadt, und nahm das Syndikat da-selbst an, da er doch schon verschie-Vene Professionen nach Heidelberg.,Frankfurt und Schweden ausgeschla-gen hatte. Er hat neben andernSchriften j.E. krivilexia vucsru»oiogavienüs , viele Gedichte hinter-lassen , als: EinenHreuden - und Travrspiele;Sonn - und Zeyercags Son-nette ; Denkschriften undTraurreden. Er starb den 16.Jul. 1664. am Schlage mitte» inder Versammlung der qlogauischeirStande. Gryphius bekleidet unterden deutschen tragischen Dichtern deSvorigen Jahrhundert« die erste undoberste Stelle. Wir haben vonihm den Leo Armenaus; Lacha-riuen von Georgren; die be-ständige Mutter, oder die Heil.Fclicita» aus dem lateinischen desNicol. Cansiniis; den Lardeniound Lelinden, oder die unglück-lich Verliebten, und Larl Smart.Seine Lustspiele sind: Majuma,ist zum Singen gemacht; PeterSquenz, ober ^biurga Omnic»,wozu er den Stoff aus Lliickl-ipenrsLummeräa^s niM genommen;die Gaugamme, oder untreuesGcsind; der schwärmende Schä-fer, nach dem Leiber exti- 2 V 3 xr»rim sranrösischrn aufgesetzt; Horri-bilicribrifax ein Lustspiel, undendlich die Dornrose ein Bauren-stück. Indessen ist so viel gewiß,daß weder die innere Einrichtung derStücke noch der Ausdruck allemalohne Tadel ist. Seine Verse sindrauh und hart, seine Traurspirlehaben Erscheinungen von Geisternuud allegorischen Personen; ja auch

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