1725 Gr
Chöre uach alter Art, die er Reihennennt. Sein komisches ist sehr wildund niedrig/ wie die damaligenSitten. Kurz man kann sagen- sei«ne Bücher sind damals auf engli-schen Fuß eingerichtet gewesen.
Gryphius , (Christian) ein Sohndes vorigen und ein berühmter Lite-ralor und geschickter Lichter, wargcbohren zu Fraustadt inPohlen denSept. 1649. Sein Vater un-terrichtete ihn selbst - und ließ ihnhernach zu Gotha, Zena und Straß-burg studiren. Hierauf ward er1674. auf dem Gymnasio zu Elisa«beth Professor der griechischen undlateinischen Sprache - und an demGymnasio zu St. Magdalena Re-ktor und Professor- und bey der da«sigen Kirche Bibliothekar. Diegriechische Sprache konnte er sehrwohl sprechen, und hatte eine be-sondere Gabe, seine Sachen leichtvorzutragen. Er hatXppararum 1'.
viss. äe Lcriptoribus
Inlloriam Leo. XVII. illuüranribus;
einen Entwurf von geistlich-und weltlichen Ritterorden;poetische Wälder; deutscheReden; der deutschen Spra-che unterschiedene Alter undnach und nach zunehmendesWachsthum iW anderes gc«
schrieben. In Ansehung seiner Ver-wandten nar er sehr zu bedauren;indem sein jüngerer Bruder Danielim Hospital zu Neapel starb, undseine Schwester im Hospital zuBreßlau ihre Zeit zubrachte, indemsie von, sechsten Jahr au stumm undverlädmt geblieben. Seine Frauendlich wurde von 1691. an aber-witzig. Er starb den 6. Merz ,70s.an einem Schlagfluße.
Guadagnolo , ( Philipp ) ein ge,lehrter Professor der arabischen undrhaldaischen Sprache im CoilegioSapienriä zu Rom - wurde nebst
Gr
1726
demErzbischosvon Damascns von derCongregation cle proxapanM tlöeunter Pabst Urban VIII. gebraucht,die H Schrift ins Arabische zu über-setzen. Er gab hierauf auch Hxolo-logiam pro clirMana religione her-aus, worinnen er die Einwürfe desAhmed Ben Ain Ulabedin, eines ma-hometanischen Lehrers, beantwortet,den er auch wirklich von der Wahr-heit überzeugt; man halt sie dahergar hoch. Er schrieb e uch Inllim-liones linguse arsdicse, und starbzu Rom den »7.Merz 1656.
Gualbert, (Joh.) ein Benediktiner«abt uno Stifter des Ordens Dalom«brosa, war von Florenz, und starbdm^ l 2. Jul. > 079. Cölestin III-erklärte ihn 1-99. vor einen Heili-gen
Gualdo,(Galea;zo) gebohren 1608.zu Wien au« einer ursprünglich ita-liänischen Fainilie, diente lange Zeitbey verschiedenen Prinzen im Krieg,wurde endlich kayserlicher Historio-graphus, und ibarb zu Wien rü78.Seine historische Schriften, dereneine ziemliche Anzahl ist, sind alleitaliänisch und sehr angenehm ge-schrieben. Die vornehmsten sind:
üilboria -teils Auerie äi kerilinLiiäoII. er äikercimsnäo III. äall' annok 6 zo. 5 in' all' anno 1636. in 4.Iliüoria äelle Kevolurivni 6 i kran-cia clal? anno 1648- all' anno
>654- Die Verfasser des Journal»öes Lcavanr wollen in dieser Schriftfast eben so viel Fehler als Wörtergefunden haben; Hittoria äi keräi-Iianclo III. in Folio; Hilboria 6il.eopoläo in 9. Folianten; ttillo-IIL (lel IVIinillerio llel LaiilinaleAlararini, und viele andere mehr.Letztere wird hoch gehalten, und istins französische, deutsche usd englischeübersetzt worden.
Gualeerus , (Rudolph) ein schwel-zrrischer Gottesgelehrter und Tochter-
mann