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an der pohlnischen Gränze nieder-ließ , und daselbst practicirte. 172».wollte er sich die Doktorwürde holen,starb aber zu Jena den 15. Merz172;. in gröster Dürftigkeit. Diegebrannte Weine, die er sehr liebte,haben ihm das Leben verkürzt. Sei-ne Gedichte sind am vollständigsten,742. zu Leipzig in Theilen mitder Nachlese in gr. 8. herausgekom-men. Seine Ode aus den PrinzenEugen ist ein sehr schönes Gedicht,ob es gleich nicht ohne Fehler ist.
Güntz, (Just Gottfried) ein berühm-ter Professor der Arzncykunst zu Leip-zig, gebohren zu Köaigstein den 1.Merz 1714. studirte zu Leipzig, wur-de 17;?. Magister und 17)8. Do-ctor, woraus er das ausserordentli-che Lehramt der Zergliederung--undWundarzneykunst erhielt. Er unter-nahm hierauf noch eine gelehrte Rei-se, gieng durch Deutschland nachParis, und von da durch die Nie-derlande und Holland wieder nachLeipzig zurück, wurde 1747. derPhysiologie und 1748. der Zerglie-derung- - und Wundarzneykunst or-dentlicher Lehrer, königl. Hofrathund Leibarzt re. und starb den 2,.Jun. 1754. Cr war ein Mitgliedder Akademien der Wissenschaften zuParis und Rouen. Man hat un-terschiedliche gute Schriften vonihm.
Guerchin, (Joh. Franz Barbieri daCento,le) ein italiänischer Mahler,bekam den Nahmen le Guerchin,weil er schielete, und war zu Bono-uien 1590. gebohren. Ein Marien-bild, das er im roten Jahr aus dieVorderwand seines Hauses mahlte,kündigte seine Geschicklichkeit an.1616. richtete er eine Akademie auf,die ihm eine grosse Menge Schüleraus allen Theilen Europens zuzog.Vor diese verfertigte er auch dasje-nige Zeichenbuch, welches von Oli-
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ver Gakti in Kupfer gestochen ist.Als einsmals drey Cardinäle kamen,den Guerchin zu besuchen, behielter sie zum Essen, tractirte herrlich,und ließ ihnen durch zwölf seiner wohl-gebildetsten Schüler aufwarten. DieKöniginn Christina besuchte ihn gleich-falls, nahm ihn bey der Hand, undsagte, sie wolle eine Hand berühren,die lauter Wunderwerke verrichte.Er schlug sowohl dem König in En-gelland als Frankreich ab, ihr ersterHofmahler zu werden. Endlich sgieng er zum Herzog von Modeua, -und starb 1666. So vortreflich er ^mahlte, so geschwind war er auch da-mit; daher die Menge seiner Werke !fast unglaublich ist. Einsmals batenihn einige Mönche den Abend vorihrem Feste ihnen GOtt den Vater Iauf dem hohen Altare vorzustellen,welchen Guerchin auch noch dieselbeNacht bey Kerzen fertig machte.Er hat auch eine grosse Menge Rissehinterlassen, die von Kennern sehrgesucht worden.
Gurret, ( Gabriel) ein witzigerFranzose und geschickter Criticus,gebohren zu Paris 1641. zeigte vonJugend an grosse Neigung zu denWissenschaften, wurde Parlaments«abvocat, ließ sich aber nicht viel öf-fentlich vor Gerichte hören, sondernstudirte vielmehr fleissig, und stellteConsilia, worinn er sehr glücklichwar. Er starb zu Paris den 22.Apr. 1688. Seine Schriften sind:I.es lept Ls^es äe Ir 6räce; Ln-rreciens tur I'LIoyuence äs In cdsi-re er äu karresu ; le ksrnslle re-torme ; lr 6uerre äes ^ureurs an-ciens er moäernes; la krvmenaäsäe 8. Llou, älslogue lur lesreurs, erc. Er gab auch MitBlondeln Is sourrinl äukrlris, oukecueil äes principsles äeLltivn»äe rvus Iss karlcmens er cours tdu-versines äe krsnce in io. Ouart-
bänden heraus.
Gurrt-