Band 
Zweyter Theil.
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1733 Gu

Guertcke, (Otto von) ein berühm-ter Raturkündiger, gedohrrn zu Mag»debwrg den -o. Nov. ,6o,, studirtetu Leipzig, Helmstädt und Jena dieRechte, zu Leiden aber die Mathe»matick, Geometrie und Mecha»nick, reisete etliche Jahre durchFrankreich und Engelland, undnah«, als Oberingenieur zu ErfurtDienste. -6,7. wurde er Raths,Herr und »646. Bürgermeister zuMagdeburg/ desgleichen Churbran»benburgischer Rath. Unter feinenErfahrungen und Erfindungen stehetdie Luftpumpe oben an. Der ge»meme Mann hatte ihn wegen derFauiberey im Verdacht; daher alseinsmals der Blitz in GuerickensHaus schlug / er solches vor eineStraffe des Himmels ansähe. Ober gleich ein unansehnlicher Mannwar/ so wurde er doch in den wich-tigsten Angelegenheiten seines Vater-landes gebraucht/ dem er sehr grosseDienste that. Er starb zu Ham-burg / dahin er gereiset seine Freun-de zu besuchen/ den n.MayiLzS.und wurde nach Magdeburg abge-führt. Nach seinem Tod kamenseine Experiments novn Llsxcls-burxica von ihm, heraus- SeinSoha, Mrro von Guericke,war gleichfalls ein gelehrter Mann /und starb alS preussischer Resi-dent ju Hamburg den -6. Januar.1704.

Guersens, ( CajiiS Julius ) einDichter des XVI. Jahrhunderts/von Gisors in der Normandie ge-bürtig / ward Advocat, hierauf Se<uechal zu Rennes in Bretagne/ undschrieb etliche theatralische Stückeund andere Gedichte Seine Artsie vorzulesen soll sie angenehmer ge-macht haben, als sie vor sich selberwaren. Er starb zu Rennes an derPest is,8. im ;8sten Jahr.

Vurrlrr. (Nicol. ) ein berühmterresormilter Gottesgelehrler, grdoh-

Gu 1734

rea zu Basel den 8. Decemb. 1654.studirte in seiner Vaterstadt / grenzvon da nach Gens und Saumur/und lehrte daraus nacheinander zutzerbvrn, Hanau / Bremen / De«venter und Franecker. In Ansehungder letzten Stelle ist anzumerken/ daßals die Staaten von Frießland denberühmten Wrrenfels dahin berief»sen/ um des Roellii Platz einzuneh-men/ Werensels sich dargrgen ent-schuldigte/ und zugleich in dem Brie-fe an die Curatores der Universitätbezeugte/ wie sehr er sich wundere,daß man die Augen auf ihn geworfen,der er in Holland fast unbekannt sey;da sie doch in ihrer Nachbarschaft,(zu Deventer) den Herrn Gürtler,einen Mann von so seltenem Ver-dienste , hätten, baß er sich nichtschäme, ihn in der Gottesgelahrheitseinen Lehrmeister zu nennen. Manließ also 170s. einen Ruf an Gürt-lern ergehen, der ihn aber nicht an-nahm , bis man zwey Jahre hernachnoch einen Versuch that» und ihn»so ansehnliche Vortheile anbot, daßer ihn endlich annahm. Er lehrtenoch zu Franecker bis den ,8. Sept.17-1, da er starb. Seine vornehm-sten Schriften find: l.exicon Isiino-germsnico - gr«co xsllicnm; Hi-Itoris lemplsriorum ; Origjne»Liunäi in 4. in welchem Buch eineerstaunliche Gelehrsamkeit ist; L>-üems Hievl. propdelic« in 4, sovor das beste Werk in dieser Art ge-halten wird, und viele andere.

Guesclin, ( Berlrand <lu ) ein b»rühmter Connetabel von Frankreich ,und einer der grösten Feldherren, diein Europa ausgestanden, war >114.in Bretagne von Robert clu Guesclin,Herrn von Broon, und von Johan-na von Mallemans, Frau von Sa-cs, gebohren. Er ließ von seinerJugend an vorzügliche Proben derTapferkeit von sich sehen, und trug2" - tz,