Band 
Zweyter Theil.
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Harpprecht, (Georg Friederich)ein gleichfalls berühmter TübingischerLehrer der Rechte, des vorhergehen-den Sohn, war zu Tübingen denlo.Oec. 1676. gebohren. Er stu-dirte in seiner Vaterstadt, nahm1699. die höchste Würde in derRechtsgelahrheit an, besuchte hier-auf aus Gelegenheit einer Reise, dieer mit seines Vaters Bruder, demberühmten Moritz David Harp--recht nach Berlin that, die meistendeutschen Universitäten, und wurdenach seiner Rückkunft 1704. Herjogi.Wü. tembergischer Rath und Hosge-richtsassessor, wobey er sowohl überdie Pandecten als Institutionen steif-siq Vorlesungen mit allgemeinemBeyfall hielt. 17 > 7- trug ihm nichtnur die Landschaft des HerjvgthumsWürtemberg die Consulentenstelle,sondern auch der Landgraf von Hes»sendarmstadt anfangs einen Platz indero Geheimen Rathscollegio undhernach ein öffentlich Lehramt zuGiessen nebst der Canjlerwürde an.Er wollte sich aber vorjüglich seinemVaterland widmen, wurde daher17-2. ordentlicher Professor derRechte, welchem Amt er über -0.Jahr vorstund, so denn aber seineübrige Zeit in der Ruhe, doch unterbeständigen gelehrten Beschäftigun-gen zubrachte, bis er sein Leben den10. May 1774. beschloß. Von seinenSchriften sind seine veLitiones (üri-minsies in jedermanns Händen,auch ist der siebende Theil der Lon-liliorum lubingenüum von ihm.Der jetzige weitberühmteTübinqischeRechtslehrer Dortor ChristophHriederich Harpprecht ist seineiniger Sohn.

Harpprecht,(Johann) ein berühm-ter Rechtsgelehrter und Stammva-ter der an grossen Juristen so frucht-baren Harpprechtischen Familie, warim Jan. rs6o. zu Walheim einemWürtembergischen Dorfe von ge-

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meinen Eltern gebohren, welcheihm noch daju im 4ten Iah: seinesAlters an der Pest gestorben. Erwurde daher anfangs zum Bauren»Wesen angehalten, und nur in diedeutsche Schule nach Bessigheim ge-schickt. Im 14ten Jahr fiecg er anwider seiner Freunde Willen in dielateinische Schule zu gehen, brachtees aber so weit, daß er 1778. aufder Universität Straßburg seineStudien weiters betreiben konnte.Er setzte sie hernach zu Tübingenund Marpurg fort, und nahm»789. zu Tübingen die Doktorwür-de an. Hierauf gieug er nachSpeyr um sich in kraxl zu üben,ward Badendurlachischer Hosrath,und -792. Professor zu Tübingen,wo er den >6. Sept. 1679. starb.Seine Schriften sind 16-7. zu Tü»bingen in 4. Quartbänden zusammen-gedruckt worden. Ausser den ange»führten hat es noch zerschiedene be-rühmte Männer in seiner Nachkom-menschaft gegeben.

Harringron, (Jacob) ein berühm-ter englischer Schriftsteller in der Po-litick, gebohren i6n.in der Graf-schaft Rutland aus einer alten ade»lichen Familie, studirte zu Oxford,und reisete daraus nach! Holland,Frankreich,Dannemark und Deutsch-land- Er lernte die Sprachen die-ser Länder, und machte seine An-merkungen über die verschiedene Ar-ten ihrer Regierung. Nach seinerRückkunft machte ihn König Carl l.zu seinem geheimen Kammerjunker,und als solcher begleitete er diesenPrinzen auf seinem ersten Zug wideedie Schottlander. »646. erwähl-ten ihn die abgeordnete Parlaments»rommissarii dem König Carl I. Ge-sellschaft zu leisten. Dieser Prinjnahm ihn gnädig auf, und giengsehr vertraulich mit ihm um. NachCarls l. kläglichem Ende, führteHarrington ein trauriges Leben, und

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