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war fast immer in seine Bibliotheckeingeschlossen. Damals schrieb ersein grosses Werk von der Beschaf-fenheit der Regierung unter demTitel: Occnnr. Eine grosse AnzahlSchriftsteller, die CromwelsCreatu-ren waren, griefen diß sein Werkan; er antwortete ihnen aber, undhielte hierauf, um seine Lehrsätzevon der Regierung in einige Aus-übung zu bringen, alle Abend zuWestmünster Versammlungen mitverschiedenen neugierigen Personen.Diese Versammlungen währten bisden 21. Febr. >659. da Monk dieausgeschlossene Parlamentsgliederwieder einsetzte. Zwey Jahr her-nach wurde Harrington der Verrä-therey und anderer bösen Streicheangeklagt, und in den Towr zu Lon-den gefangen gesetzt; nachmals aberauf die Insel St. Nicolaus und vonhier nach Plymouth abgeführt.Ein Arzt, der im Verdacht war,daß ihn Harrington Feinde hiezu be-stochen , rieth ihm Oussac oder so-genanntes Franzosenholj zu gebrau-chen. Harrington aber nahm dessensoviel, daß er den Verstand darüberverlohr. Der Graf von Bath hat-1e Mitleiden mit ihm, und verschaf-te ihm seine Freyheit wieder; erkonnte abex nicht mehr zu recht ge-bracht werden, und starb zu West-münster den 17. Sept. >677. DieEngelländer haben eine prächtigeAusgabe von seinen Werken in Folioveranstaltet.
Harrington, (Joh.) ein Ritter undberühmter Dichter in Engclland un-ter der Elisabeth und Jacobs I. Re-gierung. Man schätzt vornemlichseine Sinngedichte, und seine Ueber-setzung des Orlando Furios».
Harrior, s. Harior.
Harrison, (Wilhelm Esq.) ein jun-ger Hosnungsvoller englischer Dich-ter , bezeugte eine grosse Geschick-
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lichkeit ;ur Dichtkunst, ungeachtet ersich hernach den öffentlichen Ge-schäften widmete, und bey dem Con-greß zu Utrecht koniql. Secretär war.Er war ein sehr kluger und fähigerKopf, und starb in Holland 171;.Wir haben nur von ihm Wooästokkarlc, ein Gedicht; über einen O-rangenzweig, der an eines Frauen-zimmers Brust gesessen, so ein sehrschönes Stück ist, welches sehr be-wundert worden; und andre mehr.
Harscher, (Nicolaus) ein berühm-ter Arzt und Literator des XVIII.Jahrhunderts, gebohren zu Baselden i. May ward in seinerVaterstadt Doctor der Arzneykunst,und bekam > 707. als Professor derBeredsamkeit und Geschichlkundeeinen Ruf nach Marpurg. Er gabdaselbst eine Abhandlung : äs vivi-notlvne eiceronis, heraus, die ihmviele Ehre gemacht, 17". wurdeer zu gleicher Stelle wieder nach Ba-sel beruffen, wo er den 27.Octobr.1742. gestorben. Man hat nichtsals akademische Streitschriften vonihm, die noch in keine Sammlunggebracht sind.
Harsdoerffer, (GeorgPhilipp)einRathSherr zu Nürnberg, gebohrendaselbst den 1. Nov. 1607, studirkezu Altorf und Straßburg, und thathierauf eine Reise durch Frankreich,Engelland, Italien und die Nieder-lande. In der deutschen Redekunstwar er besonders geschickt, und indie fruchtbringende Gesellschaft wur-de er unter dem Nahmen des Spie-lenden ausgenommen. Er war auchder Stifter des Pegnizer Blumenor-dens zu Nürnberg, hat verschiedeneGedichte verfertigt, und ist den 22.Sept. i6f8. gestorben. In derRechtschreibung hatte er besondereGrillen, und soll Vorhabens gewe-sen seyn, das H daraus zu verban-nen, wenn ihn seine Schwester nicht,Lll z durch