Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

r82y He

siea und dem Herzog von FlorenzSieria wieder. Mit einem Wort, ergab über r°o Plätze heraus, derenEroberung seine Unterthanen einMeer von Blut gekostet, worüberdie Schatzkammer des Königreichserschöpft, seine Krongüter verpfän-det und Heinrich auf allen Seitenverschuldet worden war, anstatt daßman ihm vor alles dieses drey Pla-tze , Ham, le Catelet und St.Quentin, herausgab; er verpflich-tete sich uberdieß, Calais nach achtJahre« den Engellandern wider zugeben, und ließ dem Reich die Frey,heit, Metz, Toul und Vervun wi«der zu fordern. Durch eben diesenFrieden wurden die Vermählungenseiner Tochter Elisabeth mit KönigPhilipp ll. in Spanien und seinerSchwester Margarelha, einer Prin»zeffin von grossen Verdiensten, mitdem Herzog von Saoopen geschlos-sen. Mitten unter den Leserlich-keiten, welche der König aus Gele-genheit der letzter» Vermählunghielte, wurde Heinrich in der GaffeSt. Ankörne von dem Grasen Ga-briel von Montgomery verwundet,den er genöthigt hatte, auf einemTurnier eine Lanze mit ihm zu bre-chen. Er starb an dieser Wundeden eilften Tag hernach den io. Jul-iss«,. Thuan, Brantome und vieleSchriftsteller geben vor, es sey demKönig diese Art des LodeS von denSternsehern vorher verkündigt wor-den: es ist aber ausgemacht, daßdieses Vorgeben falsch ist, und daßdiese Leuie ihn vielmehr versichert,er werde in einem hohen und glück-lichen Alter sterben, Man kannHeinrichen den Ruhm der Tapferkeituicht streitig machen. Er war wohlgemacht und hakte ein gutes Ausse-hen. Sein Verstand war aufge-räumt , seine Gesichtsbildung leut-selig und heiler, und er besaß in al-len Arten von Leibesübungen ein«

He 1830

ungemrine Geschicklichkeit, Stärkeund Fertigkeit. Seine Regierunghat sich durch rühmliche Thaten unddurch Vorfalle berühmt gemacht,welche Carl V. auf den Tod verdros-sen. Wider die Reformirten gaber strenge Verordnungen heraus,ob er gleich von Natur zur Gelin-digkeit geneigt war, und unterstützteauf der andern Seite die Prote-stanten in Teutschlanb. Er liebtedie schönen Wissenschaften, und be-lohnte die Gelehrten reichlich. Al-lein seine Gefälligkeit gegen denCon«netabel von Montmorency, den erwieder an Hof berief, wieder denRath Königs Franz l. der ihn aussehr guten Gründen von selbigem ver-wiesen hatte, und seine Leidenschaftvor die Herzoginn von Valentinois,Diana vonPoitiers, welcher er nichtsabschlagen konnte, verursachten sehrverdrießliche Vorfälle, und befleck,ten seine Regierung. Der Friedevon Cateau.Cambresis wird ein ewi-ges Denkmal von seiner Schwacheund von der Herrschaft seyn, weicheseine Lieblinge über ihn ausgeübt.Sie verleiteten ihn zu so unmäßigenAusgaben, daß er das Königreichmit grossen Auflagen beschwerenmußte, und wodurch jene, in demdas Volk unter dieser Last unter,drückt wurde, sich durch die unge-rechteste Mittel sich bereicherten.Dieser Prinz hat, noch dem Berichtdes Bodinus, zuerst die Strafe deckStranges auf die Vielweiberey ge-setzt, und angefangen, dieses Lastermit drm Tod zu bestraffeu. FrauzH. war sein Nachfolger.

Heinrich III. König in Frankreich,Heinrichs H. und drrCatharina vonMebicis dritter Sohn, war zuFootaincbleau den »9 Sept. iffi.gebohren, und führte den Nahmeneines Herzogs von Anjou. Er thatsich in seiner Jugend hervor, undgewann im i«. J-Hr »569. dieMmm » Schiach-