Band 
Zweyter Theil.
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Schlachten bey Jarnae und Mont,contour; er entsetzte Poitiers, underhielt jerschiedene andere Vor»theile. So viele schöne Thaten be-wogen die Pohlen, daß sie ihn nachSigismund Augusts Tod den s.May is?;. jum König wählten.Heinrich gieng von der BelagerungRochelle hinweg , um dieses König-reich in Besitz zu nehmen, undward den n. Febr. 1x74. zu Cra-cau gekrönet. AIs er aberMo-nate hernach von seines BrudersKönigs Carl IX. Tod Nachricht er-hielt , verließ er Pohlen heimlich,und wurde den i s. Febr. 1575. zuRheims von Ludwig, Cardinal vonGuise, gesalbet. Heinrich gewannin eben diesem Jahr das Treffen beyDormanS, hielt 1576. eine ReichS-versammlung zu Blois, wo derKrieg wider die Hugonotkcn be-schlossen wurde, und machte is8o.zu Nerac Friede mit ihnen. Anstattnun daß durch diesen Frieden dieOrdnung im Königreich wieder her-gestellt werden sollte, so brachte ersolches durch die liederliche Aus-schweifungen und närrische Ver-schwendungen , zu welchen sich derKönig durch sein« Lieblinge verlei-ten ließ , in noch grössere Verwir-rung. Die Unruhen wurden nochgrösser, als des Königs einzigerBruder Franz, Herzog von Älen«?on, zu Chateau - Lhierry den 10.Iun. 1584. starb. Dann durchdiesen Tod ward der König von Na-varra das Oberhaupt der Hugo-notten, der vermuthliche Thronfol-ger, welchen doch die Catholischennicht zur Regierung gelangen lassenwollten. Hierüber entstunden > sü6.im Staat drey Partheyen , welcheman den Rrieg der drey Hein«riche nennte. Die erste waren dieLigisten, welche Herzog Heinrichvon Guise anführte; die ander dieHugonotten, deren Haupt Kö-

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nig Heinrich von Navarri war;die dritte war des Königt seine,welche man die politische ider dieRönigliche hieß. Al>o wrrde derKönig zum Haupt einer Parthey,da er aller gemeinschaftlicher Vattecseyn sollte. Folgendes Iah: 1787.entstand dieParthey derSechszehe,ner, welche dem König Krrne undFreyheit nehmen wollte. Zn ebendiesem Jahr rückte der Köcig vonNavarra aus Bearn, um zu denTeutschen und Schweizern zuflössen,welche seine Armee verstärkn soll-ten. Der Herzog Annas vonSoyeuse zog ihm zwar entgegen,und wollte ihm den Weg versper-ren, wurde aber den »o. Oct beyCoutras geschlagen. Der Königvon Navarra aber, an statt seinenSieg zu verfolgen, eilte wiedernach Bearn zur Gräfinn von Gram-mont zurück, und die Teutschen undSchweizer, welche durch seinen Vor- jtheil weit ins Königreich hinein ge-lockt worden waren, wurden vondem Herzog von Guise zu Vimoriund zu Auneau geschlagen. Nach» !dem nun Heinrich III. durch denHerzog von Guise und durch dieSechszehen aufs äusserste gebrachtworden, so ließ er den ir. Mayis8 8. Völker in Parts einrücken,welche die Gassen besetzen sollten.Allein das Volk kam hierüber als-bald in Bewegung, versperrte dieGassen mit Fässern, Ketten undBalken, und jagte die königliche !Völker davon. Dieß ist die be- !rühmte Journee des BarricadeS.Hiedurch wurde der Herzog vonGuise Meister von der Hauptstadt,und der König war genöthigt, sichnach ChartreS und von da nachRouen zu begeben, wo ihn seineMutter Catharina von MediciS be-wog, das ReunionSebict, zumSchandflecken der königlichen Wür-de, zu unterzeichnen. Heinrich sah