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den grossen Fehler, den er began«gen, gar bald ein, und hatte nurnoch ein, verstelltes Vertrauen zu sei,ner Mu tter; er versammlete in ebendiesem Jahr if88. die Reichsstäa,de zu Dlois, und ließ hieseldst den2). Der. den Herjogi von Guise,und dem Tag hernach den Cardinal,seinen Bruder, auf Angeben desLognac, einer seiner Hosteute, er«morden.. Auf die Nachricht vondiesem Mord wurden die Ligistenzu Pariis wie rasend, mißhandeltendie Per son des Königs auf tausendArten, und beriefen den Her zog vonMayenne, der seiner Gefangenneh-mung zu Lyon noch glücklich entgan«gen war. Dieser Herzog, dergleichsam wider seinen Willen genö,thigt wurde, den Tod seines Bru«ders, Den er nie geliebt, zu rächen,ließ sich is8s- zum General«lieurenant des königlichenSraars und der Crone vonFrankreich durch den Rath derUnion erklären, und bemächtigtesich der besten Plätze des Königreichs.Hierdurch wurde Heinrich gejwun»gen, Key dem König von Navarraund den Protestanten Hülfe zu su»chen, welche ihn zu Tours aus denHandtzn des Her;»gs von Mayennebefreyten, der im Begriff war, ihndarin» einjuscEliiessen. Beyde Kö«nige belagerten hierauf mit ;c>ooo.Mann Paris. Heinrich III. nahmsein Quartier zu st. Clou, undwurde daselbst den r. Aug. 1589.MorgeuS um 8. Uhr von JacobElement, einem Dominicanermön«che, meuchelmörderischer Weise er«stachen, indem er eben die Brief,schaften empfieng, die ihm dieserDösewicht, um den König zu be.schäftigcn, überreicht. Madamevon Montpensier, des Herzogs vonGuise Schwester, hatte grossen An-theil an dem Mord. Der Königstarb den Tag hernach frühe um
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Uhr im r 9. Jahr nach einer fünfzehn«jährigen Regierung ohne Kinder znhinterlassen. Mit ihm endigte sichder Stamm der Valefischen Königein Frankreich, der i;-8. zur Re«gierung gelangt, und wovon keinmännlicher Nachkomm mehr übrigwar als Herzog Carl von Angoule»me, Königs CarllX. natürlicherSohn. Unter den r;. valesischenKönigen war wohl Heinrich III. amwenigsten zur Regierung geschickt.Die Protestanten bekriegten ihn alseinen Feind ihrer Religion, unddie Ligisten liessen ihn ermorden,weil er sich mit dem König von Na«varra als dem Haupt der Protestan,ten in Bündniß eingelassen. Daer seines Leichtsinns und seiner wun»derlichcn Einfälle wegen sowohl beyden Cathvlischen als Protestantenimmer verdächtig war, so machte ersich auch in den Augen beyder Par«theyen durch eine eben so aberglavbi»sche als seltsame und wollüstigeAuffüh«rung verächtlich. Er hatte, wieThuan sagt, einen unmässigen Ehr«geitz, seine Macht zu vergrößern,und doch ließ er durch eine höchst«sträfliche Gefälligkeit seinen Lieblia«gen, den Guisen und seiner Muttereine unumschränkte Gewalt übersich. Sirius V. sagte daher, alser von ihm zu reden kam: Ichhabe alles gethan, was ichgekonnt, um mich aus demrNönchenstand zu erheben; eraber thut, was er kann,um dar«ein zu gerathen. Seine Re-gierung war eine Regierung derFavoriten, besonders der Herzogevon Soyeuse und von Epernon.Kurz, man kann von ihm sagen,wie vom Galda, man hatte ihnvor würdig gehalten zu regie-ren, wann er niemals regierthätte. Ein unbegreiflicherCharakter, sagt ferner Thuanvon ihm, daß er in manchenMmmr Sachen