Band 
Zweyter Theil.
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Sachen feine würde selberübertraf; in andern hingegensich mehr als kindisch auf-führte. Er stiftete 1579. den H.Geistorden, und machte sich durchseine verstellte AndachtSübunqen lä-cherlich , die er unaufhörlich unddoch nur zum Schein trieb. Unterseiner Regierung 1588. hat sich derHerzog von Savoyen des Marg-grafthumS Saluzzo bemächtigt, undein Feurkünstler zu Denlo die Bom-ben erfunden. Heinrich !V. folgteauf ihn.

Heinrich IV. der Grosse, Königin Frankreich und Navarra, einerder größten Prinzen, deren die Ge-schichte Meldung thun, war zu Pauden 1;. Der. i ss;. von Anton vonBourbon, Herzog von Vendomeund Johanna d'Albret, Königinnvon Navarra, gebohren. Erstammte von Robert von Frankreich,Grafen von Clermont, Ludwig« deSHeiligen fünften Sohn, und Herrnvon Bourbon ab. Heinrich IV.wurde am Französischen Hof unterder Anführung eines klugen Lehr.Meisters, la Gaucherie genannt,bis >s66. erzogen. Von dieserZeit an aber weite ihn seine Mut-ter , die inzwischen öffentlich die re-formirte Religion angenommen, beysich zuPau haben, und gab ihm denFlorens Christian, an des verstor-benen la Gaucherie Stelle, zumLehrmeister. Dieser erzog denPrinzen in der protestantischen Re-ligion, und nachdem sich seine Mut-ter 1569. vor eine Beschützerinnderselben erklärt, so führte sie ihnmit sich nach Rochelle, und gelobtegleichsam ihn daselbst zur Vertheidi-gung dieser Religion. Er warddaselbst vor das Haupt dieser Par-they und seines Vatters Bruder derPrinz von Conde, nebst dem Ad-miral von Coligni, zu seinem Lieu-tenant erklärt. Er folgte der Ar,

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mee bis zum Frieden von S. Ger-main, so den i i. Aug. 1570. ge.schloffen wurde, worauf er nachBearn zurück gieng. Zwey Jahrhernach kam ^r nach Paris, un diePrinzessinn Margaretha von Da-lots, Carls IX. Schwester, zuheyrathen. Unmittelbar auf daSBeylager erfolgte das schröcklichehansische Blutbad. Der, Prinz,der damals nur noch zwischen demTod und zwischen der katholischenReligion zu wählen hatte, ergriefdas letztere. Währender Zuberei-tungen zum Beylager war seine Mut-ter den 9. Jun. is7r. gestorben,worauf er den Titel eines KönigSvon Navarra angenommen. Manbehielt ihn wider seinen Willen amHof: er entwischte aber 1576. undflüchtete sich nach AIen?on. Also«bald trat er wieder zur Parthey derHugonotten, und bekannte sich aufsneue öffentlich zur reformirten Reli-gion. Von dieser Zeit an bis 1529.war sein Leben eine beständige Ver-mischung von Schlachten, von Frie-densschlüssen und von Friedensbrü-chen mit dem französischen Hof. Ererhielt zerschiedene Vortheile, und ge-wann 1 s 8 7. das Treffen bey CoutraS.Endlich versöhnte sich Heinrich III.aufrichtig mit ihm, um der LigeWiderstand zu thun, welche seitdem Tod des HerzogS und Cardi-nals von Guise rasender war alsniemals. Ihre Zusammenkunft ge-schah zu Tours den ;o. Apr. 1589.unter grossen Bezeugungen ihrerbeyderseitigen Zufriedenheit. Sieliessen ihre Völker zusammenflössen,und belagerten Paris. Als sie imBegrif waren, die Stadt zu erobern,wurde Heinrich III. den 1. Aug.1589. von Jacob Element ermor-det. Heinrich lV. war sein Nach-folger. Sein Recht zur Krone warso augenscheinlich, daß diejenige,so ihm selbiges strittig machen woll-