Band 
Zweyter Theil.
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Orsord, Peterborough, Bristol,Ehester unv Glocester zu Bißthü»mern , vereinigte Walles mit En-gestand, machte Inland zu einemKönigreich, und starb den r8.Jan. 1547. Als er eben ver-scheiden wollte, rüste er in Gegen-wart seiner Hofleute aus: Ach,wie bin ich so unglücklich,daß ich in meinem Zorn kei-nes Mannes, und in meinerLiebe keiner §rau geschonthabe. Heinrich war in der That«in heftiger Prinz, der alles aufsäusserste trieb. In seinem Testa-ment erklärte er der Johanna Sey-mour Sohn Eduard zu seinemNachfolger, auf diesen die Prinzes-sinn Maria, der Catharina von Ar-ragonien Tochter, und hierauf dieElisabeth, die er mit Anna vonBolen gezeugt. Man zahlt ihnunter die gelehrte Prinzen. Unterseiner Regierung wurde ganz En-grlland von einer gefährlichen Seu-che, die man die Schwitzsuchthieß, heimgesucht.

Heinrich, der Stolze oder derGroßmüthige, Herzog in Bay,«rn und Sachsen, einer der mäch-tigsten Prinzen in Deutschland,war Heinrichs des Schwarzen älte-ster Sohn und Nachfolger, hielt11,7. mit KayserS LothariuslToch,ter Beylager, und erhielt hieraufvon seinem Schwiegervater wegenseiner Mutter Wulfhild die Beleh-riung mit dem Herzogthum Sachsen,wiewohl die wirkliche Abtrettungdesselben bis 11;6. verschoben ward,wozu nach dieser Zeit auch ein TheildesBraunschweigischen Landes nebstder Grafschaft Norlheim und inItalien die Marggrafschast Tosca-na kam. Als Lotharius n;7«starb, nahm Heinrich die Reichsin-signien zu sich, in der Meynung,seine grosse Macht würde ihn vor

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allen andern zur kayserlichen Würbebefördern. Vermuthlich aber hateben sie ihn daran gehindert, undConrad aus Schwaben wurde,noch vor dem nach Mayn; ange-setzten Wahltag, zu Eoblenz zumKayser gewählt. Heinrich wurdehierauf nach Bamberg ge-fodert, wo er nicht erschiene, lie-ferte aber doch hernach die Reichs-insignien zu Regensburg aus. Al-lein das Mißvergnügen zwischenihm und dem Kayser nahm bald sosehr zu, baß ihn dieser in die Achterklärte, und Bayern Leopoldenvon Oesterreich, Niedersachseaaber Albrecht dem Bären vonBrandenburg gab. Heinrich wehr-te sich meisterlich dargegen, jagteAlbrechten sogar aus seinen eigenenLanden, trat hierauf in Unterhand-lung mit dem Kayser, der auch miteiner Armee herbey gekommen war,starb aber inzwischen 1 >; 9. Hein-rich der Löwe war sein Nachfol-ger.

Heinrich, der Löwe , Herzog inBayern und Sachsen, des vorher-gehenden Sohn, gebobren 1119.wehrte sich gegen Albrecht vonBrandenburg, der nach seines Va-ters Tod sich neuerdings in das ihmzugesprochene Herzogthum Sachsensetzen wollte, mit so glücklichem Er-folg, baß er es endlich 114,. durchVergleich vorn Kayser wieder er-hielt. In eben diesem Jahr brach-te er auch die Grafschaft Stade ansich, und trieb H47. die Wendenzu paaren. Als er -, s s. dem Kay-ser Friederich in Italien einen wich-tigen Dienst gegen die ungetreuenJtaliäner erwiesen, und deS Kay-fers Person aus ihren Händen ge»rettet, so wurde er 1156. nach sei-ner Rückkunft wieder in alle seiueväterliche Länder eingesetzt, so daßer der mächtigste Fürst in Deutsch.

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