Band 
Zweyter Theil.
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Koirs cles Orärex IVlonLtli^ues, re-ligieux er miliraires in 8. Quakt«bänden.

Hemelar, ( Joh.) ein geschickter An-tiquar,u< des XVH. Jahrhunderts,aus dem Haag gebürtig, ward Ca«nonicus zu Antwerpen, und schriebLxpolmonem Klumismstum Impe-rarorum R.omnnoruin a /ulio Lce-tars aä blernclium, so selten zu ha-ben ist, ob man es gleich vielmalsausgelegt hat.

Hemere, (Claud.)eingeschickterDo«ctor und Bibliothekar der Sorbonneim XVH. Jahrhundert, hat vielegute Schriften verfertigt, worunterdas bekannteste ist: äeTVcaäemirkL-liüenil, guslis primo kuir in Intu-la er lLpil'coporum lcliolis. Erstarb zu St. Quentin, wo er Cano-nicus war.

Hemming , ( Nicol.) ein dänischerGottesgelehrter, gebohren isi). aufder Insel Laland, studirte unter Me-lanchthon zu Wittenberg, der vieleAchtung und Freundschaft vor ihnhatte, und wurde hernach Prediger,ferner aber Professor der ebräischenSprache und Gottesgelahrheit, auchVicekanzler der Universität zu Cop-penhagen. Er war im Verdacht,ein heimlicher Caldiniste zu seyn,worüber er Verdrießlichkeiten mitden Lutheranern bekam. EtlicheJahr vor seinem Tod wurde er blind,und starb den r;. May 160-,. Erhat vieles geschrieben, worunter manvornemlich seine kleine theologischeWerkchen schätzt.

Henao, (Gabriel von) ein Jcsuite,Doctor zu Salamanca und schola,stischer Gottesgelchrter des XVH.Jahrhunderts, lehrte in Spanienmit Ruhm, und starb 1704. im9 rsten Jahr. Seine Werke beste-hen aus »i. Folianten in lateinischerSprache.

Henault, (Job.) oder besser Hess»aulr, ein Französischer Dichter

und Steuereinnehmer zu Forez, wareines Becken Sohn. Seine Gedich-te erwarben ihm grossen Ruhm, undalle witzige Personen bedienten sichseines Raths. Man schätzt vornem-lich sein Sonnet über eine frühzeiti-ge Geburt und seine Uebersetzungvom Anfang des Lucretius in Wer»sen. Er ward der Frau öes Hou-lieres Lehrmeister; sie übertraf ihnaber nachgehend«. Man sagt, daßer nicht viel Religion gehabt habe,und, nachdem er sich dreyerley Lehr-gebäude von der Sterblichkeit derSeele gemacht, so sey er dieserwe-gen nach Holland gereiset, um siedem Spinoza mitzutheilen, der abernicht viel von seiner Gelehrsamkeitgehalten. Er starb zu Paris, nach-dem er seine Irrthümer erkannt,i6zr.

Henichius, ( Joh.) ein gelehrter Pro-fessor der Weltweisheit und ebräi-schen Sprache, hernach der Gottes-gelabrheit zu Rinteln, war einesPredigers zu Wienhausen Sohn,und 1616 gebohren. Er errichtetegenaue Freundschaft mit Calixtusund Hornejus, und hatte zerschiede«ne wichtige Bedienungen. Heni,chius besaß viele Aufrichtigkeit undMässigunq, und verlangte recht sehn-lich eine Vereinigung der Reformir«len und Lutheraner; allein an stattsolche zu Stand zu bringen, zog ersich nach dem gewöhnlichen Schick-sal solcher Mittler beyder PartheyenHaß zu. , 645. heyrathete er einsehr tugendhaftes Frauenzimmer,die ihm 1;. Kinder gebahr. Erstarb den 27. Jun. >671. Seinevornehmste Schriften sind: visserra-tio cle mafellme civili ; cle Lulmcrealurarum er imaginum ; <Ze I.i.dercsrs srbitrii : cle oKcio bon!principis piigue üibäili, cle kosnirenü» Isplorum, ecc.

Henniges, (Joh.) ein lutherischerGottesqelehrter , gebohren 1668,Nun » stach