Band 
Zweyter Theil.
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He

1866

entdeckt. Alle seine Schriften sindverlodren gegangen.

Heraclirus» ein berühmter griechischerWeitweiser, von EphesuS gebürtig,hatte keinen Lehrmeister» sondernwurde durch sein eigen Nach»sinnen gelehrt. Er war verdrießlichund melancholisch, und beweinteunaufhörlich die Schwachheiten desmenschlichen Lebens, daher man ihnden Finstern, auch den Weinen-den Weltweisen nennte- Er pfleg-te zu sagen, man müßte vor demZorn wie vor dem Feuer fliehen,weil er sich augenblicklich entzünde,wenn man sich nicht in Acht nehme.Er verfertigte zerschiedene Schriften;unter andern auch eine von derNarur, wodurch er sich grossenRuhm erwarb Socrates hieltbesonders viel davon, fand es abernur zu dunkel. König DariuSiuPersien fand so viel Vergnügen andiesem Buch, daß er denHeraclitusin einem sehr höflichen Schreiben anseinen Hof einlud. Allein der Phi-losoph schlug es auf der Stelle ab,und gab ihm eine sehr unhöfliche Ant-wort. Heraclitus lehrte in diesemWerk, daß alles durch einen gewis-sen Geist belebt werde; daß es nureine Welt gebe, die endlich sey; daßdiese Welt durchs Feuer entstanden,und nach zerschiedenen Veränderun-gen wieder werde zu Feuer werden.Er starb an der Wassersucht im SofienJahr, ungefähr soo.Jahr v. C. G.Man hat noch einige Fragmente undBriese von ihm.

Heraclius, griechischer Kayser, des-sen Vater Heraelius Statthalter inAsrica, und ausCappadocien gebür-tig war. Das Geschrey des Volks,das die Tyranneyen des Phocasnicht mehr ertragen konnte, bewogihn endlich, daß er mit Völkern zuEonstantinopel an Land trat, dieVölker des Tyrannen erlegte, ihmden Kopf abschlug, und sich nebst

seiner Gemahlin« Eudoria im JahrLi o. vom Patriarchen Sergius krö-nen ließ. Eini ge Zeit hernach boter dem persischen König Ehosroes II.einen jährlichen Tribut an, um Frie-den von ihm zu erhalten; dieserPrinz aber wollte lieber'den Kriegfortsetzen, eroberte viele Provinzen,und Sis. Jerusalem. Hcrarliut. wurde durch diesen Fortgang so be-stürzt , baß er das zweytem«! umFrieden bat. Ehosroes wollte sol-chen nur unter der Bedingung geben,daß Heraclius und sein ganzes Volkdie Christliche Religion ablege» soll-ten. Der Kayser ward durch dißBegehren so erbittert, baß er einemächtige Armee zusammen brachte,den Ehosroes schlug, und bis in sei-ne Staaten verfolgte, wo ihn seinFiterer Sohn Siroes, den er zumVortheil des jünger» enterben wollte,im Gefängniß sterben ließ. Hera-elius machte mit dem neuen König6 r 8, Friede, und brachte dasKrevtzwieder nach Jerusalem, an welchemChristus gelitten haben soll. Nach-gehends gerieth er auf den Irrthumder Monotheleten, und gab zu Gun-sten dieser Sectr das berühmte Edictunter dem Nahmen Eerhesis her-aus. Er starb an der Wassersuchtden 11. Febr. 641. Sein ältesterSohn Constantin war sein Nachfol-ger.

Heraldus, (DesideriuS) französisch//er-ru/t, ein gelehrter Parlaments-advocat zu Paris im XVli. Jahr-hundert, hat verschiedene Werke ver-fertigt, die man hoch hält. Dievornehmste sind: änimaäverlivnesin /rpoloZecicum Derrullisni; inMnurium kelicsm ; sVrnodium,dllarÜLlem, erc. Er schrieb auchetliche juridische Werke, und starb1649. Sein Sohn Herault warPrediger an der wallonischen Gemein-de zu Londen, mußte als ein Anhän-ger des königl. Hauses unter Crom-Nun z wela