Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

i?79

He

He

188 »

Hermes, s. Hermas.

Hrrmias, ein christlicher Weitweiser,von dem man ein unvollkommenWerk unter dem Titel: Oemiliumpkilolbxkoriim irriüo hat. Manweiß nicht gewiß, ob er im II. oderIV. Jahrhundert gelebt. Cave setztihn noch vor Tertullian. SeinBnchist zu Basel iss;-griechisch und la-teinisch, desgleichen zu Oxford 1700.herausgekommen.

Herminier, (Nicol. l') ein geschick«ter scholastischer Gottesgelehrter, Do-ktor der Sorbonne, Theolog«!und Archidiaeonus zuMans, war inPerche den n.Nov. 1657. geboh-ren, hielt lange Zeit besondere Vor-lesungen über die Gottesgelahrheik,und starb in sehr hohem Alter. Manhat eine IkeologiLm LcboIMcamin 7. Octavbänden, und z. Duo-dejbande äc S-lcrsmemis von ihm.Sein Tract. üe 6rrrin hat viel An-sehen gemacht, und ist der Censur ei-niger Bischvffe aufgesetzt gewesen.

Hermogenes, der erste und berühm-teste Baumeister des Alterthums,nach dem Vitruv, war aus Alaban-da, einer Stadt in Carien, gebürtig.Er baute zu Magnesia einen Tempelder Diana, und zu Tros einen an-dern dem Bacchus, und erfand vieleTheile der Baukunst. Er hat auchein Buch davon geschrieben, so aberverlohren gegangen.

Hermogenes, ein bekannter Jrrleh-rer des H. Jahrhunderts, wider wel-chen Tertullian, Origines und Theo-philus von Antiochien geschriebenhaben. Man muß ihn nicht mitdem Redner Hermogenes vermen-gen, der auch im H. Jahrhundertgelebt hat, und von dem man nochrinDuch: äe ^rce rlierorioa in grie-chischer Sprache hat. Er soll in sei-nem r4stcn Jahr alles was «gewußtvergessen haben, und als man seinenLeib nach seinem Tod ösnete, fand

man sein Herz ganz haaricht, undvon ausserordentlicher Tröffe.Hermogenianus, ein berühmter. Bechtsgclehrter, von dem man einLpiwmen ffurls in 6. Büchern hat.Er blühet« unter Constantins Söh-nen im IV Jahrhundert.Hermolaus Barbarus, s. Bar-barus.

Hermondaville, (Heinrich von) er-ster Wundarzt Königs Philipp desSchönen in Frankreich, war Joh.Pitards, ersten Wundarzt bey Ludwigdem Heiligen, Schüler, undwurdeinseiner Kunst sehr geschickt. Er lehrtemit Ruhm zu Montpellier und her-nach zu Paris. Man weiß nicht,wann er gestorben. Er hat unter-schiedliche merkwürdige Schriftenum !)°6. verfertigt, wovon sichernTheil in der Dibliotheck der L1L8. inder Sorbonne befindet.

Hero, ein berühmter Mathematicus,aus Alexandrien gebürtig, lebte um1 ro.J.v.C.G. Manhatnoch ei-nige seiner Werke von Kriegsma-schinen , rc. Ein anderer Mathema-ticus dieses Nahmens, auch vonAlexandrien, hat unter demKayserHeraclius im VII. Jahrhundert ge-lebt , Und gleichfalls ile IVlscdiniLbeilicls und anderes geschrieben.Hero, eine Priesterinn der Venus,wohnte zu Sestos an dem Hellespont.Leander, ein junger Mensch in dergegenüberliegenden Stadt Abydos,war in sie verliebt, und schwammalle Nacht über diese Meerenge her-über, wobey ihm ein Licht auf einemThurme zur Leuchte diente. Er er-trank aber einsmal, und Hero stürz-te sich aus Verzweiflung selber auchinS-Meer. DieHeroides desOvi-dius enthalten auch zwey Briefe un-ter ihrem Nahmen.

Herodes, mit dem Beynahmen derGrosse, oder der Ascalonite, warzu Ascalon im Jahr 7'. v. C. G. vonAniipater, dem Edymiter, gedohren.

Er