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' Er bekam ansang» die Statthalter-schaft über Galiläa, ergries die Par-' thry de» Cassius und Brutus, erklär-te sich aber nach ihrem Tod vor denAntvnius, wurde Viersürst, hieraufStatthalter von Judäa und endlich! -«o- Jahr v. C. G. König der Juden.
! Nachdem er drey Jahre hernach denAntigonuS , seinen Mrtwerber, ge-fangen bekommen, und enthauptenlassen, blieb er in ruhigem Besitz desReicht Er heyrathete die Ma-riaiiine, Alexanders Tochter, und desAristobulus Eoklinn, und ließ denHyrcanus umbringen. NachdemAntonius bey Actium geschlagen wor-den, machte er dem August, der sichzu Rhodus befand, die Aufwartung,und äusserte so viele Unterthänigkeitgegen diesen Prinzen, daß er ihn beyseiner königlichen Würde über dieJuden ließ. Als er 28. Jahrv. C.G. nach Judäa zurück kam, ließ er dieMariainne, welche er so ungemeingeliebt, hinrichten; gerieth aber dar-über alsbald in solche Verzweiflung,daß er wir närrisch wurde, und ihroftmals rüste, eben als wenn sie nocham Leben wäre. Damals ließ er auchalle diejenige hinrichten, die beydemVolk in Ansehen stunden. Dochzeigte er einige Empfindungen derMenschlichkeit, als um diese ZeitHunger und Pest regierten, und ließso gar sein Silbergeschirr schmelzen,um die Armen zu ernähren. > 9.1.v. C. G. baute er den Tempel sehrprächtig; befleckte aber den Ruhm,den ihm biß Gebäude erworben, da-durch, daß er ein Theater und Am-phitheater errichtete, wo man Augustzu Ehren Kampsspicle hielt. DerKayscr nahm solches so gnädig aus,daß er ihm eine unumschränkte Ober-herrschaft über drey andere Provin-zen ertheilte. Herodes trieb hieraufseine Dankbarkeit bis zur äusserstenGottlosigkeit, und ließ diesem Prinzeneinen Tempel bauen. Einige Zeit
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hernach ließ er seine zwey SöhneAlexander und Aristobulus umbrin-gen, und hierauf auch seinen Sohn An-tipater, den er noch in seinem Privat-stand gezeugt. Aus dieser Gelegen-heit sagte August, er wollte lie-ber des Herodes Schwein,als sein Sohn seyn. Zwey be-rühmte Gesetzlehrer Judas und Mat-thias ließ er lebendig verbrennen,desgleichen alle Knäblein von zweyJahren und drunter umbringen, weildie Weisen, nachdem sie das Jesus-kind in der Krippe angebetet, nichtwieder zu ihm gekommen. Endlichfrästen die Würnier diesen gottlosenPrinzen, und er starb nach einer merze-henjährigen Regierung im ersten oderzweyten Jahr nach Christi Geburt.Er hatte befohlen alle angesehene Per-sonen, die er gefangen hielt, hinzu-richten, so bald er die Seele würdeausgeblasen haben, damit keine vor-nehme Familie im Königreich wäre,die bey seinem Tod nicht Thränen ver-gösse. Allein dieser unmenschliche Be-fehl ward nicht befolgt. Archelans,He-rodes Antipas undPhilipp, seine Söh-ne, waren seine Nachfolger.
Herodes, mit dem Beynahmen An-tipas, Herodes des Grossen Sohn,wurde nach seinesVatersTod nach demAusspruch des Augusts Viersürst überGaliläa. Er verstieß seine recht-mässige Gemahlinn, des arabischenKönigs Aretas Tochter, um die He-rodias seines Bruders Philipp Ge-mahlinn zu nehmen. Diß veran-laßte einen langwührigen Krieg zwi-schen ihm und Aretas, worinnen dieJuden oftmals geschlagen worden.Er ließ aus einer höchststräflichrn Ge-fälligkeit gegen dieser Herodias denTäuffer Johannes hinrichten, undschickte den gefangenen Erlöser zumPilatus. Allein seine Lasterlhatenblieben nicht ungestraft. Er wurdeauf Befehl des Caligula nach Lyon
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