Band 
Zweyter Theil.
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I88Z

He

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1884

verwiesen/ wo er nebst der Herodiasim Jahr Christi 40. elendiglich ge-storben ist.

Herodes Agrippa, s. Agrippa.

Herodianus, ein berühmter griechi-scher Geschichtschreiber / brachte sei-ne meiste Lebenszeit zu Rom bey denKaysern zu/ und schrieb hernach sei«ne Historie in 8. Büchern. Sie ge-het vom Tod AntoniuS des Weltwei-ten bis auf den Balbinus und Mari-mus Pupienus / welche die Armeehinrichtete/ um den jungen Gordianauf den Thron zu erheben. Hero-dianus lebte im m. Jahrhundert un-ter Mareus Aurelius und den folgen-den Kaysern. Von ihm haben wirdie Cerimonie der Römer/ wenn sieihre Kayser vergötterten. SeineHistorie ist griechisch und schön ge-schrieben. Angelus Politianus hateine gute lateinische / und der AbtMongault eine vortrestiche sranzösi-sche Uebersetzung davon gemacht.Die beste Ausgabe von dieser ist dievon 1745. in lr.

Herodias, des Königs Agrippa desGrossen Schwester und Gemahlinndes Vierfürsten Philippus/ so Hero-des des Grossen Sohn war/ verließihren Mann/ um ihren SchwagerHerodes Antipas zu heyrathen. Sieverlangte den Tod des TäufferS Jo-hannes/ weil er sich ihrer sträflichenLiebe widersetzt. Sie starb zu Lyonum das Jahr 40.

Herodorus, der Vater der Prosan-historie, und der berühmteste unterallen griechischen Geschichtschreibern/war des Lixus und der Dryo Sohn/gebohren zu Halicarnaß in Carien404. 1 - v. C. G. Er begab sich aufdie Insel Samos / reisete hieraufnach Egypten, nach Italien unddurch ganz Griechenland. Auf die-sen Reisen lernte Hcrodot den Ur-sprung und die Geschichten der Na-

tionen/ und verfertigte hernach seinevortrefliche 9. Bücher/ die wir nochvon ihm haben. Die Grieche»/ de-nen er sie in ihrer Versammlung beyden olympischen Spielen vorlaß, fan-den sie so vortreflich, daß sie ihnendie Nahmen der 9. Musen beylegten,und wo er vorüber gieng, mit lauterStimme ausriefen: Seher hierden Mann / der »nsere Sie-ge so würdiglich besungen,und die Vortheile gepriesenhat, die wir über die Barbasren erhalten haben. HerodotsGeschichte ist iin ionischen Dialectgeschrieben. Seine Schreibart istso deutlich , leicht und überzeugend,und enthält so viele Anmuth, Reitzeund Niedlichkeit, daß er allen Ge-schichtschreibern vorzuziehen. DerCriticken, denen er unterworfen ge-wesen, unerachtet, so ist ausgemacht,daß seine Historie noch das sicherstevon den alten Geschichten verschiede-ner Völker enthält. Er beruft sichmeistens auf sichere Zeugnisse, undwo er das nicht thun kann , da ge-steht er aufrichtig, daß er keine Ge-währschaft davor leiste. Kurz Hr-rodotuS ist unter den Geschichtschrei-bern eben das, was Homerus unterden Dichtern, und Demosthenes unterden Rednern ist. Man eignet ihmauch das Leben des Homerus zu, soam Ende der neunten Muse stehet;es ist aber von einem neuen Verfas-ser. Die beste Ausgabe hat manJacob Gronoven >715 zu danken.Weil er sich um der Tyranney desLygdanus willen zu den Thurinerngeflüchtet, so führt er auch je und jeden Beynahmen ThuriusHerold , (Johann ) war zu Höch-städt an der Donau in Schwaben1 sii. gebohren. Er legte sich starkauf die schönen Wissenschaften, undgieng iszy. nach Basel, wo er dieGotkesgelahrheit und Geschichtkundelernte. Er heyrathete daselbst, und

erhielt