Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

«Lhr H,

der Muse», deren Priester «r ausdem Berg Helikon war, indem erdie Schafe hütete, zu einem Poeten.Einige Schriftsteller machen ihn äl-ter als den Homerus; andere maechea ihn zu seinem Zeitgenossen, an-dere endlich versichern, daß er langeZeit nach ihm gelebt habe. Dasletzte scheint der Wahrheit am ge-Massesten zu seyn, und es ist zu glau-ben, Hesiodus habe, wie Porphy-rius berichtet, ungefähr 100. Jahrnach dem HomeruS gelebt. Manerzählt, Hesiodus sey von den 8o-eriern umgebracht, und ins Meergeworfen worden. Es hätten aberdie Meerschweine seinen Körner anSLand getragen, worauf die Schuldi-gen entdeckt, und zur Strafe gezo-gen worden. Wie es aber auch mitdieser Erzählung, die fabelhaft ge-nug klingt, secn mag, so haben wir»om Hesiodus noch zwey Gedichte,wovon das vornehmste die Aufschriftführt: Opera 6c äics , und Regelnvom Ackerb.m enthält; das ander«aber Hieoxonia oder von derZeugimg der Götter heißt. Manlegt idm noch ein drittes, unter derAufschrift 8cmum Heiculis bey;allein geschickte Kunstlichter haltendavor, daß solches nicht von ihmsey. Cicero empfielt dem kepta,den HefioduS auswendig zu lernen,und allezeit im Mund zu führen.Wa« man von dem Streit deS He-siodus und Homerus erzählt, ist einMährgen. Hesiodus , wo er vonseinem poetischen Kampf bey Be.gräbniß des Amphidamas redet,nennet den Ueberwundenen nicht,und thut ganz und gar keine Mel-dung vom Homerus.

Hesnault s.Henam.

Hcssels (Johann) ein geschickter Do-ctor zu Löwen, und einer der ge-lehrtesten Theologen seiner Zeit, ge-bohren ifrr. lehrte die Gottesge-

Hs 189»

lahrheit mit Ruhm in der Abtey duParc, hernach auf der UniversitätLöwen, und erschien mit Ansehenauf der Kirchenversammlung ,u Tri,deut. Er starb am Schlag den 7.Nov. 1 f6L. Man hat viele Streit«schristea; Oomm. über einen Theilder Bücher des N T- einen Osre.ckismus und anders von ihm. Siesind mit vieler Gelehrsamkeit, mitweisem Unterscheid und mit gründli-cher Beurtheilungskrast geschrieben.Man muß ih.i nicht mit JohannLeonhard Hessels, einem Oo«cwr und Professor von Löwe« ver-mengen , der den f. Jan. issf.auf der Kirchenversammlung zu Tri«denk gestorben ist, und gleichfalls ei-nige Schriften hinterlassen hat.

HesychiuS der berühmteste unter deaallen ariechischeu Sprachlehrern,war ein Lhrist, und nach einigen«den der Hesychius, der als Pa-triarch zu Jerusalem So- gestorbenist. Ma:> hak ein griechisches Wör-terbuch von ihm, welches noch deSCasaudonuS Urtheil das gelehrtesteund nützlichste Werk ist, das nian iadieser Art aus den, Alterthum hat.Schrevelius hat lü6s. eine guteAusgabe davon in 4. anS Licht ge,stellt. Noch besser aber ist diejenige,welche Johann Alberti zu Leiden, 746. in r. Fol. herausgegeben bat.

Hevelius (Johann) auch Hevelke,Schöppe und Rathsherr zu Danzig,und ein berühmter Astronomus. warzu Danzig, wo sein Vater ein Kauf-mann war, den »8. Jan. i6,l. ge-bohren. Er studirre in Deutschland,Engelland und Frankreich, und ge»wann überall die Hochachtung derGelehrten. WallisiuS, Mersennus,Gassendi , Bvuillaud und anderewaren seine Freunde. Er entdecktezuerst eine Art der Librativn in demMond, machte zerschiedene wichtigeBeobachtungen bey den andern Irr»steinen, und entdeckte viele Fixster-ne,