Band 
Zweyter Theil.
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demie, auch 1719. sürstl. Sulzba-chischer Rath, und starb den »7.Jun -729.

HUdrbrand (Joachim) eiu lutheri«scher Goltesgelchrter, gebohren den10. Nov. i6r;. im Kloster Walken-rieb, studierte zu Jena, Leipzigund Helmstädt, und ward AnfangsConrector zuWolsenbüttel, hernachDoctor und Professor der Gottesge-lahrheit und der heiligen Alterthü-mer zu Helmstädt , endlich aberObcrsuperintendcnt des Grubenha-gischcn und Misch -lüneburgischenFürstenthums, und starb zu Zelleden >8 Oct. 169 k. Unter seinenSchriften sind 6s pritcX ör primiri-vse eccletis: tncii? ^ublicis, remplisöc äiebus seliis; bene morien-6i; 6e dlalLiinis vererum sacris 6rprnsanis; 6e dlupciis vererumclirillianorum; 6e Aierarckia ve-teris Lcclell-e. Lee.

H. Hildegardis, eine berühmte Aeb>liffinn deS Klosters tz. Ruperti aufdem Berge bey Bingen am Rhein,Benediclinerordens, war zu Span-heim 109.8 gebohren. Die Offen-barungen und Wunder, die manvon ihr glaubte, setzte sie bey denPäbsten, Kaysern, Bischöffen undPrinzen in Deutschland in grossesAnsehen. Sie starb l>8o. Manhat Briefe und andere Schriftenvon ihr.

« 5 - Hildegunda, eine Cisterzienser-nonne des XII. Jahrhunderts, warbey Neuß im cöllnifchen Kirchspren-gel gebohren. Ihr Vater wollte sieMit sich ins gelobte Land nehmen.Um aber ihr« Keuschheit keiner Ge-fahr ausiusetzen, verkleidete er siein eine Mannsperson, und hieß sieJoseph. Sie gierigen in der Pro-vence mit andern Creutzfahrern zuSchiffe. Nachdem ihr Datier aufder See gestorben, setzte Hildegun-da ihre Rnise unter dem angenom-menen Nahmen fort, hielte sich eine

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Zeit lang zu Jerusalem auf, undkam alsdann in ihr Vaterland zu-rück. Sie begab sich hierauf in dasMannskloster Schönau bey Heide!,bcrg, unter dem Nahmen Joseph,und führte sich so klug und »ntadel-haft auf, daß man erst bey ihremTod fand, baß sie eine Weibsper-son gewesen.

Hildephonsus s. Ildephonsue.

Hilduinus, ein berühmter Abt vonS. DenyS in Frankreich im IX.Jahrhundert, unter der RegierungLudwig des Frommen und seinesSohns LothariuS, hat zuerst denH. Diouysius mit DionysiuS demÄreopagiten in der Lebensbeschrei.buug vermengt, die er von jenemunter dem Titel ^reopagitica ver-fertigt hat.

Hill (Joseph) ein englischer Prediger,hat des Schrevelius griechischesWörterbuch mit 8c>oo. Wörter ver-mehrt, und zu Londen >676. m 4.drucken lassen. Man schätzt dieseAusgabe sehr hoch.

Hillel, der ältere, ein berühmterJud, zu Babel aus einer vorneh-men Familie gebohren, hat sichdurch seine Wissenschaft und Gabensehr hervorgethan. Er wurde Prä-sident beym Synedrio zu Jerusalem,und seine Nachkommen behieltendiese Würbe bis inS zehnte, Glied.Hillel errichtete eine berühmte Schu-le , und hatte sehr viele Schüler.Er vertheidigte die mündliche Tradi-tion mit vielem Eifer gegen seinenCollega Schamai, welcher wollte,man sollte bloß bey dem Buchstabender H. Schrift bleiben. DieserStreit machte sehr viel Lärmen, undgab, nach dem HieronymuS, denEecten der Schriftgelehrten undPharisäer den Ursprung. Hillel isteiner von den Lehrern der Mischn«;ja man kan ihn als den ersten Urhe-her davon ansehen, indem er, nach

dem