Band 
Zweyter Theil.
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' dem Zeugniß der Juden, zuerst diejüdische Traditionen unter sechs 8e-öaiim gebracht hat. Er arbeitetemit vielem Fleiß an einer richtigenAusgabe des ebräischen Texte, undman schreibt ihm eine alte Bibel inMs. zu, die seinen Nahmen führt/und sich zum Theil unter den Hand-schriften der Sorbonne bcfindt.Hillel heißt beym Iosephus Polslion. Er blühete ungefähr ;o.Jahr v. C- G- und starb im hohenAlter. Man muß ihn nicht mitHillel Nasi d. i. dem Fürsten,vermengen, der auch ein berühmterJud, und des Juda Hakkadoschoder des Heiligen, eines Verfas-sers der Mischna, Urenkel war.Dieser letztere Hillel lebte im IV.Jahrhundert. Er verfertigte umz6o. einen <^vclus, und war einerder vornehmsten Lehrer der 6ema-ra. Die meisten jüdischen Schrift-steller schreiben diesem den richtigenebräischen Text zu, von dem wirschon geredt haben.

HiUer (Matthäus) ein Wärtembcrgi«scher Go-tesgelehrler, gebohren zuStulgard den > s Febr.r 646.studirtein den herzogl. Klöstern und zu Tü-bingen, ward daselbst 1669. Magi-ster und 167;. Repetent im herzogl.Skipendio, >677. Diaconus zuHer«renberg, 1685. Professor und Pre.diger im Kloster Bebenhausen,i6yr. Professor der Logick, iReta-phystck und morgenlandischen Spra-chen zu Tübingen, ferner Ephorusdes herzogl. Stipendii, und Päda-gogarcha ob der Steig, hierauf de-signirter Abt zu Herrenalb, undendlich ,716. wirklicher Abt zu Kö»mgsbrunn, wo er den 4. Febr.17-5. gestorben. Man hat 8cia-Zrapliinm grammaticee kebrL-e;I.exicon lrrino - kebrsicum; äs /Vr-cano Leri öcXerbib; IntiinikioneslinxriL ssnÄX, und besonders Ono-maüicon iscrum, öcc. von ihm.

HL 1906

Seine Schriften werden noch jetzt

- sehr hoch gehalten

Hilpert (Joh.) von Coburg gebürtig,war erstlich Professor der ebräischenSprache zu Helmstädt, hernachDoctor der GotteSgelahrheit undSuperintendent zu Hildesbeim, undstarb 1680. Er bat riefst andernSchriften I6s6. Oisguiiirianem 6ekriea^Lmiüs Wider den Peyreriusherausgegeben.

Hincmar, ein berühmter Erzbischofju Rheims und einer der gelehrte« 'sten Männer seiner Zeit/ war Mönchzu S. Denys in Frankreich, wurde8«s. an die Stelle des Ebbo ge-wählet, und zeigte vielen Eifer vordie Rechte der Französischen Kirche.Hincmar erwarb sich am Hofe undbey der Geistlichkeit grosses Anse«hen, verdammte Godschalken, setzteseiner Schwester Sohn, den BischofHincmar von Laon ab, und starbzuEpernay 88r. dahin er sich we«gen der Normänncr in einer Sanft?hatte tragen lassen. Man hak nochzerschiedene Werkö von ihm, welcheam besten Sirmond i<4s. in Fol.herausgegeben hat. . ,

Hiob s. Iol>.

Hipparchia, des Crates Ehefrau,wurde von den Reden dieses cyni«scheu Weltweisen so eingenommen,daß sie beschloß, keinen andern alsihn zu heyrathen, es möchte auchkosten, was es wollte. Sie wurdezwar von vielen jungen Leuten ge«sucht, die vornehm, reich und vonguter Gestalt waren; allein sie wolltevon niemand als vom CrateS hören,und erklärte ihren Eltern, daß sie sichselber erstechen würbe, wann mansie nicht an den Crates verheyrathete.Crates selber that alles mögliche,

. um sie von diesem Vorsatz abzubrin-gen. Er stellte ihr seine Armuthvor, wies ihr seinen hohen Rücken,legte seinen Stab, Sack und Man«O 0 0 f tel