Band 
Zweyter Theil.
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tel vor sie hin auf den Bob««, undsagte zu ihr: Siehe den Mann,den du haben wirst; das istder Hausrath, den du beyihm finden wirst; Hedenke esrvohl, du kanst mein Weibnicht sevn, ohne so zu leben,wie unsere Seele uns vor-schreibt. Hipparchin rief alsvaldmil vollem Halse aus, daß ihr sol-ches alles unendlich wohl gefal«!e; sie nahm die Kleidung undübrigen Auszug der Cyniker an,und hielt sich so an den CrateS, daßsie überall mit ihm herumzog; Siebegleitete ihn bey allen Feyerlichkei,len, und folgte den Lehrsätzen dieserSecte so genau, daß sie auch keinBedenken trug, ihm auf öffentlicherStraffe die eheliche Pflicht zu lei-sten. Sie hat einige Schriften ver-fertigt, so aber nicht zu unsgekom-wen CrateS hatte einen Sohn,Nahmens Pasicles, von ihr. Siewar übrigens in der Stadt Moro,nea in Thrakien aus einem edlen Ge-schlechte gebühren.

Hipparchue, des athenlensischen Ty-rannen Piflstratus Sohn, folg!« demVater mit seinem Bruder HippiaSsr?. v. C. G. Er hatte eine son-derbare Hochachtung vor den Ana«creon und SimonideS, und wurdevom Harmodius auf Anstiften desAristogiton umgebracht siz. nachC. G.

Hipparchus, ein berühmter griechi-scher Altronomus, und einer der ge-lehrtest«!! Mathematiker des Alter-thums, von Nicäa gebürtig, blühteunter den Königen Ptolomäus Phi-lometor und PtolomäuS EvergeteSzwischen > 6 x. und -- 9 . v. C. G.Er entdeckte zuerst die besondere Be-wegung der Fixsterne von Abend ge-gen Morgen, und Rohaulr hat un.recht, wann er sagt, dieser Sternse-her habe keine Känntniß hievon ge-habt. Wuchs redet zum östern und

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unter vielen Lobsprüchrn vom Hippar- ^chus. Er nennt ihn einen ver- ^trauten der Natur, (lonWo- rrum narurse parricipem, und setzt sihn unter diese erhabene Geister, 1welche durch Vorherbestimmung der ;Sonn-und Mondfinsternisse lehren,daß man sich vor diesen Erschcinuo» Lgen nicht zu sörchten habe. Er be» ?wundert ihn, daß er alle Sternegleichsam durch die Musterung gehenlassen, sie gezählt, und ihre Stellungund Grösse bemerkt habe- Man hatvom tzipparchus nichts mehr als sei-nen <üomm. über die Phänomensdes AraluS. Pelavius Hai ihn inSlateinische übersetzt, und eine guteAusgabe davon veranstaltet.

Hippies, aus EliS, ein Redner zuden Zeilen des Socrales, der, nachdem Zeugniß deS Cicero, in derMusick, Baukunst, Meßkunde,Dichtkunst und andern schönen Wis-senschaften eben so geschickt, als inder Naturlehre,Staatskunsi und Sit>tenlehre erfahren war. Die Bau-kunst hatte er nicht weniger inne,wovon das von ihm künstlich erbauteBad, dessen Lucian gedenkt, deut-lich zeuget. Seine Geschickiichkeitgieng so weit, daß er so gar alles,wa- man an seinem Leib sah , denMantel, die Schuhe, den Ring,und so ferner selber verfertigte Da-her er auch von sich auf den olympi-schen Spielen mit Wahrheit vor demganzen versammletcn Griechenlandrühmen konnte, es sey in allen Ar-ten von Künsten nichts, das er nichtwüßte.

Hippocrates, der berühmteste Arztd«S Alterthums und einer der größ-ten Männer, so die Welt gesehen,war auf der Insel CoS, so eine vonden Cycladen ist, um 460. v. C.

E. grbohren. Man sagte, er stam-me durch seinen Vater HeracliveS lvom AesculapinS, und durch seine 'Mutter Praxithea vom Hercules ab. §

Nach- I