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Nachdem er seine und seiner Vorek«lern Beobachtungen und Erfahrun-gen gc sammlet, gab er zuerst ein Lü-ttem von der Arzneykunst heraus,so bisher von allen Gelehrten be-wundert worden. Hippocrateszeigt eben so viele Aufrichtigkeit alsWissenschaft in seinen Werken. DenGriechen leistete er während einerPest, die sich von der Seite von II-jyrien her spüren ließ, und ganzGriechenland ängstete, die wichtig-ste Dienste. Man versichert, erhabe diese Pest vorher verkündigt,weßwegen man ihm gleiche Ehre alsdem Hercules erwiesen. AIS eineansteckende Krankheit Persien belä-stigte , ließ der König ArtaxerxeSdem HippocrateS alles anbieten, waser nur verlangen würde, um ihn zubewegen, zu ihm zu kommen undder Verwüstung zu steuren, welchedie Pest anrichtete. Allein der Arztantwortete, er werbe eS wohl . blei-ben lassen, den Feinden Griechen-lands Hülfe zu schaffen. Er starbz§6. v. C. G- im 104. Jahr. Diebeste Ausgabe seiner Werke hat Fv.siuS gr. und lat. isyr- anS Lichtgestellt. Seine Aphorismi, Pro-gnostika und was er von den Sym-ptomen bey den Krankheiten geschrie-ben, gelten für Meisterstücke. Erhat im römischen Dialekt geschrieben.Seine beyden Söhne Thessalus undDraco, PolybiuS sein Tochtermann,und DexippuS sein vornehmsterSchüler, trieben die Arzneykunst mitRuhm nach ihm.
Hippodamia, die Tochter des K8-nigst Oenomaus in EliS, war vonungemeiner Schönheit. Weil dasOrakel gesagt hatte, der Tochter-mann würde dereinst den Oenomausdas Leben kosten, so erklärte dieser,sie nur demjenigen zu geben, der ihnim Wagenrennen übertreffen würde;der aber, so überwunden würde,sollte sterben. Da er rmn Pferde
hatte, die vom Winde gezeugt wa-ren, so kostete es 17. nach anderni;. Freyer das Leben. Allein Pe-lops meldete sich, der die Leute desOenomaus bestach; ja Hippodamiaselber verliebte sich in ihn, und ver-sprach ihres VaterS Fuhrmann dieerste Brautnacht, wann Pelops sie.gen würde. So gieng nun alles gut.Dem OeuomauS mußte der Wagenmitten im Lauf brechen, der sichhierauf selber erstach , und Pelopsbekam die Braut und daS Land.Der untreue Myrtilus aber wardfür die Brautnacht ins Meer ge-stürzt, Hippodamia stiftete hieraufder Juno ein Fest, worinncn lauterJungfrauen ein Wettlaufen hielten,17. Matronen aber den Preis aus-theilten. Diß war ein Oclzweig undein Stück vom geopferten Ochsen.Sie war eine Mutter vieler Söhne,unter andern des Atreus und Thye»stes. Die Braut des PyrikhouS,die ihm der Centaur Eurytus aus derHochzeit entführen wollte, hieß auchHippodamia.
Hippolyrus, ein griechischer Prinz,deS LHeseuS und der Antiope, oderder Amazoninu Hippolyta, Sohn.Er ward beym Piltheus, seinemGroßvater, erzogen, und weil ersehr schön war, verliebte sich Phö«dra, seine Stiefmutter, in ihn,entdeckte ihm auch ihre Liebe. Weiler aber unbeweglich war, erhiengsiesich selbst, und nahm einen Zettel indie Hand, darauf sie den Stiefsohnals einen angab, der ihr ungebühr-liche Liebe zugemuthet, und sie dazugenöthigt hätte, sich Gewalt anzu-thun. Dieß erbitterte den Theseus,als er nach Haus kam, dermassen,daß er seinen Sohn plötzlich nachHaus fodern ließ. Dieser kcmmham Ufer der See gefahren; und weilihn sein Vater schon verflucht hatte,kommt ein schreckliches Ungeheueraus der See, davor seine Pferde
scheu