Band 
Zweyter Theil.
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scheu wurden, und ihn im -Reißaus-nehmen elendiglich in Stücke zerris-sen. Euripides und Racime habensehr schöne Tragödien unter dem Ti-tel pbödra hievon gemacht. Desletzter» seine hat Herr D- Hudemannverdeutschet.

H. Hippolyms, ein Dischoff undMärtyrer, machte sich durch Schrif-ten in der Kirche berühmt, und littden Märtyrertod unter dem Alexan-der Severus uin rzo. Es ist ge-wiß, daß er vieles geschrieben, sovon den Allen hochgeachtet worden;es ist aber nicht gewiß, ob diejenigeSchriften wirklich von ihm sind, dieseinen Nahmen führen. Inzwischenhat Fabricius eine gute Ausgabederselben Gr. und Lot- aus Licht ge,stellt.

Hipponax von EphesuS, ein berühm-ter griechischer Dichter, um 54°.v. C- G- erfand die Art von jam-bischen Versen, die manSccrzonrtische nennt. Man vertrieb ihnaus Ephesus, worauf er sich zu Cla-zomene niederließ. Er war in sei-nen Satyren so beissend, daß mausagt, er habe auf zwey Bildhauer,Tupalus und Althenis, die seinePerson auf das lächerlichste abgedil,det, so eindringende Verse gemacht,daß die Rede gegangen, sie habensich selber aus Verdruß erhängt Al-lein Plinius beweißt, daß das Ge-rüchte hievon falsch gewesen. SeineGedichte sind verlohren gegangen.

Hiram, König zu TyruS, AbibalsSohn und Nachfolger, machte mitDavid ein Bündniß, und gab Sa-lomon Cedernholz, Gold und Sil-ber zum Tcmpelbau. Er regierte60. Jahr, und hatte seinen SohnBalaforus zum Nachfolger.

Hire (Laur. de la) ein vortreflicherMahler, gebühren zu PariS 1606.von Stephan pe la Hire, einemMahler, so auch sein Lehrmeisterwurde. Er erwarb sich bey Zeile»

1912

grossen Ruhm durch sein Gemähldevon dem Martyrertod des Bartho-lomäus, das er vor die Kirche S.Jacques du Hautpas gemacht. Manfindt viele andre Stöcke iu andernKirchen zu Paris. Er war ordent-' sicher Mahler des Königs, undProfessor bey der Makler, und Bild-haucracadcmie, und starb in dieserStadt 1656.

Hire (Philipp de la) einer der be-rühmtesten Meßkünstler und Stern»kundiger des XVII. Jahrhunderts,des vorhergehenden Sohn, war zuParis den >8- Merz 1640. gebüh-ren, und wurde anfänglich zu seine»Vaters Kunst bestimmt. Er lerntedas Zeichnen, die Perssectio undGnomonick, und reiset« nach Jta»lien, um sich in seiner Kunst voll»kommener zu machen. Als er aberzu Venedig war, beschloß er, sichgänzlich der Geometrie und den übri-gen mathematischen Wissenschaftenzu ergeben. Nach seiner Rückkunftnach Paris legte er sich allein aufdiese Wissenschaften , und erwarbsich in kurzer Zeit vielen Ruhm da-rinnen. Colbert schickte ihn nebstPicard in Bretagne und Guienne,um eine allgemeine Carte desKönig-reichs vollends auszufertigen, dierichtiger wäre als die bisherigen. Ermaß die Breite der Meerenge vonCalais von der Spitze der BasteyRisban an bis an das Schloß vonDovres in Engelland , und setzte169;. von der nördlichen Seite vonPariS die berühmte Meridionallim'efort, die Picard angefangen hatte.

Er machte noch viele wichtige Ab»Messungen, und erwarb sich eben so fwohl durch seine Aufrichtigkeit undUneigennützigkeit als durch seineWissenschaft allgemeine Hochach-tung. Er zeichnete gut, und mahl-te vortrefliche Landschaften. > 678.kam er in die Academie der Wissen-schaften, und war lange Zeit Pro»