Band 
Zweyter Theil.
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Ausgabe r 6 ? 8 . tu Leiden in 4. -er,ausgekommen.

Hoffmann, ( Joh. Moritz ) ein ge-schickter Arzt, Moritz HoffmannSSohn, gebohrcn zu Altorf den 6.Ocl. >6s), studirte in seiner Ge»burtsstadt unter seinem Vater undandern dasiqen Lehrern die Arzney-kunsi, brachte hierauf zwey Jahre zuPadua zu, kam > 674- nach Altarstoräck, und nahm das Jabr darausdie Doktorwürde an. 1677. warder daselbst ausserordentlicher- -68».aber ordentlicher uud 1709- ersterLehrer der Armeykunst und Decaau«der Universität. Die äcaäemiewar. Ourios. nahm ihn zu ihremMugliedauf, und machte ihn r/r«.1UM Director ihrer Lpkemeriäum.Maragraf Georg Friederich von An-spach ernennte ihn -L-;. zu seinemLeibarzt, und dessen Sohn und Nach,folger ließ nicht bey ihm nach , biser Altars verließ, und > 71zu ihmUach Ansoach zog, wo er den ;i.Oct. 1727. nrstsrben. Man hatvon ihm: vissen. ^naromieo xbz,-tiologicas; läeam mackinse liumr-nse Lnawmico - xliysiologicum;Oisczuis. corpor>8 liumsni rnacomi-cv-pstkoloxierm ; Ordorn-torii ckymici -Vlcorüni, erc.

Hoffmann, (Melchior) von Greif-fenpfeil, ein Philosoph»- des XVII.Jahrhunderts, von Frankfurt ander Oder gebürtig, war in seinerVaterstadt auffe, ordentlicher Profes.sor der Naturlehre. Man hat zweyVillen, von ihm cle Ooelo und äed-iinimls KLturse. Als er die letzte-re öffentlich vertheidigte, wurde erauf dem Catheder vom Schlag ge,rührt, und starb den andern Tag denr y. Sept. i 66 r. im rfsten Jahr.

Hoffmann, (Melchior) ein Fana-ticus des XVI. Jahrhunderts, ausSchwaben gebürtig, war ein Kürsch-ner , predigte aber hieraus in Licfiandund anderwärts. Als er 15-7.

Sachsen ziemlich mißvergnügt ver»lassen, kam er nach Holstein, undwurde vom König in Dännemark inKiel zum Prediger bestellt. Er un,terhielt seine Zuhörer immer mit demBau der Stiftsbütte, mit apoea-lpptischen Geschichten und anderndergleichen Materien, und setzte denjüngsten Tag auf i s; 4. In einerUnterredung, welche der König14-9. mit ihm hallen ließ, bestandHoffmann sehr schlecht und wurdeaus Holstein verjagt. Er kam nachStraßbura, wo er viele Anhängerbekam, und von da nach Embden,wo er fortfuhr, seine fanattiche undwidertäufferische Irrthümer auszu-breiten. Seine Anhänger gaben ihnvor den Propheten Eiias aus, dernoch vor dem jüngsten Tag erschei-neu würde. Einer von ihnen pro,phezeyte, er würde zu Straßburgins Gefängniß geworfen , aber nach6. Wochen wieder frey werden.Hoffmann kam wirklich 's)2. miteinem Nahmens Poltermann, dersich vor den Tusch ausgab, wiedernach Straßburg, und wurde insGefängniß gesetzt, starb aber darin,nen >s;;. und machte hiemit dieHosnung seiner Schüler zu schänden.Seine vornehmsten Irrthümer wa-ren: >) das Wort habe kein Fleischvon der Maria angenommen, weilalles Fleisch verderbt sey - -) Chri-stus habe nur eine Natur; ;) derMensch könne sich durch die Kräfteseines freyen Willens seeliq machen,'4) die Kinderkause sey eine Erfin«düng des Teufels.

Hoffmann, ( Moritz) ein berühm-ter Arzt des XVli. Jahrhunderts,gebohren zu Fürstenwald an derSpree in der Mittelmark den 20.Sept- 1621, brachte seine Jugendwegen Pest und Krieg in grossen Ua-ruhen zu, und mußte sich bald dabald dort aushalten. Als er inzwi-schen seiue Eltern verrohren, gierig

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