1925
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er r6;8. zu seiner Mutter Brudernach Mors, der die Arzneykunst da»selbst lehrte. Hier legte er sich aufdie schönen Wissenschaften, Philoso-phie und Medicin. 1641. gieug ernach Padua, und verwendete seinenFleiß auf die Anatomie und Bota-nik. Als er einSmal einen wälschenHahnen anatoinirte, entdeckte er denLonäuLum psncresricum, denman bisher nicht gewußt, und zeigteihn dem Joh. Georg VirsunguS,einem grossen AnatomicuS zu Padua,bey dem er im HauS war. Diesernahm hievon Gelegenheit, solchenCanal auch bey dem Menschen zu su>chen, fand ihn, und demonstrirteihn öffentlich, daher er hernach derVirsungischeLanal genennt wor-den. Nach drey Jahren wurdeHoffmann von Padua wieder nachMors abgeruffen, wo er den > f.Apr. ,645. die Doktorwürde an-nahm. Er practicirte hieraus glück-lich. 1648. ward er ausserordentli-cher Lehrer der Anatomie und Chi-rurgie, und als der Professor CasparHoffmann folgendes Jahr starb,kam er an seinen Platz. Endlichfolgte er >6f;.Ludwig Jungermannim botanischen Lehrstuhl und in derAussicht über den akademischen Gar-ten. Alle diese Aemter versah errühmlich und zum Vortheil seinerSchüler, und verschiedene deutschePrinzen ernennten ihn zu ihrem Leib-arzt. Er starb am Schlag denApril 1698. Seine vornehmsteSchriften sind: .L^noplis inttini-rionum IVleäicinL; ikM-
turiomim gnLwmicurum ; klors:^lrorknre äeliciT Kortentes; klar«e^ltoriinW äeliciL ?^Ivelirer; klo-rileZium ^Icorümim , erc. da erein Mitglied der Akademie l^siur.Lur. war, so findt man auch in denEphemeriden derselben viele Abhand-lungen von ihm. Ioh. MoritzHoffmann war sein Sohn.
Hoffmann, (Samuel) ein vortref-licher Mahler des XVII. Jahrhun-derts, war aus einem Dorf desCantonsZürich um 159,. gebohren.Weil er von Jugend aus grosse Nei-gung zu dieser Kunst äusserte, soüberließ ihn sein Vater derselben,that ihn unter die Hände eines an-gesehenen Mahlers zu Zürich» derGotthard Ringlin hieß. AlleinHoffmaun begnügte sich damit nicht,was er von diesem ersten Meisterlernen konnte, sondern hatte einenunhintertreiblichen Hang die Weltzu sehen, um sich in seiner Kunstvollkommener zu machen. In dieserAbsicht gieng er nach Antwerpen,um sich die Einsichten und Unterwei-sung deS Rubens zu nutz zu machen.AIs Rubens seine Fähigkeit erkannt,nahm er ihn in seine Schule auf,und Hoffmann brachte es so weit,daß er sich hernach mit vielem Ruhmzu Amsterdam niederlassen konnte.Hier verheyrathete er sich mit Elisa-beth Bason, und kam mit ihr 16,4.nach Zürich zurück. Seine Porträt-te, und seine Gemählde von Vögeln,Fischen, Fleischwerk sowohl vomFleischbank als vom Wildpret wur-den bald ungemein gesucht. Mansindt deren noch viele zu Zürich.Sein Ruhm breitete sich so aus,daß er an viele Oerter beruffen wur-de , vornehme Standspersonen zumahlen. Zu Dreyfach mahlte erden Herzog Bernhard von Weymarund viele anhere Prinzen und Gene-rals in Lebensgrösse, und erwarbsich dadurch allgemeine Bewunde-rung. Von Dreyfach gieng er nachFrankfurt, dahin sich seine Familieschon vorhin begeben hatte- Er ar-beitete daselbst an Portraiten undbesonders an einem grossen Gemähl-de vor das Rathhaus. Man hatviele Portraits von ihm, welche diegrasten Kenner Vandyckens seinengleich schätzen, gleichwie man seineP-p » Ws«