Band 
Zweyter Theil.
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P. Theophilus Raynaud entdeckt hat,daß Raymund Jordan, Probst zuUscz izr». nachmals Abt zu Celle,im Kirchsprenqel von Bourqes derwahre Verfasser der Schriften ist«,weiche sich unter dem Nahmendiorin derBibliotheckPatr. befinden.Idomeneus, König in Creta,war einer der griechischen Helden, dievor Troja gezogen. Er war Deu-calions Sohn und Enkel des Minos.AIs er nach Creta zurück gieng, thater bey einem heftigen Sturm dasGelübde, dasjenige zu opfern, wasihm bey seiner Anlandung zuerst be-gegnen wurde. Allein er hatte Ur-sache, sich solches reuen zu lassen,indem sein Sohn die erste Personwar, die ihm entgegen kam. Jdo-meneus opferte ihn dessen ungeach-tet. Allein seine Unterthanen wur-den hierüber so böse auf ihn, daß sie ihnvon ihrer Insel verjagten. Er soll sichhierauf nach Italien begeben, unddaselbst eine Stadt gebaut haben.Jeannin, (Peter) erster Parla-mentspräsidcnt von Burgund, undeiner der grösser» Männer, die Frank-reich hervorgebracht, hat sich bloßdurch sein Verdienst emporgeschwun-gen. Er stieg von einem gemeinenAdvocaten zur höchsten bürgerlichenWürde, und ward Heinrichs IV.Etaatsminister. Er hatte an allengrossen Begebenheiten seiner Zeit An-theil, und war auf der Parthey derLiqisten; trat aber nachdem Treffenbey koncaine - krancoiie wieder inGehorsam Heinrich IV. nahmihn in seinen Rath aus, und setztesein größtes Vertrauen in ihn.Jeannin stellte ihm einsmals selbervor, es wäre nicht recht, daßer einen alten Ltgisten vonder parrhev des Herzogs vonMayenne so vielen vorneh-men Personen vorziehe, de-ren Treue ihn» niemals ver-dächtig geschienen: der König

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aber antwortete ihm: er sey versi,cherr, daß der, so einem Her-zog getreu gewesen, auch aneinem Rönig keine Untreu be-weisen werde; und bezeugte ihmzugleich , daß er ihn immer um sei-ne Person haben wolle. Don die-ser Zeit an hatte Jeannin alles inHänden. Man gebrauchte ihn inden wichtigsten und schwersten An-gelegenheiten , und übertrug ihm dieVermittlung zwischen den Hollän-dern und Spaniern. König Hein-rich IV. war von seiner Treue so ver-sichert, daß er, als er sich einsmals ge-gen seine Minister wegen Offenbah-rung eines Geheimnisses beschwer-te, den Präsidenten Jeannin beyderHand nahm, und tagte: Vor die-sen ehrlichen Mann bin ichgut; die übrigen aber mögensich selber prüffen. Kurz ehedieser grosse Prinz starb, sagte er zuihm, er sollte sich mit einemguten Zelter versehen, indemer ihn bey allen seinen Unter-nehmungen, die er sich vor-gesetzt, bey sich haben wolle.Jeannin starb den Oct. - 62 ,.im 8 rsten Jahr. Man erzählt, daßnoch vor seiner Erhebung ein reicherMann, den sein Verdienst eingenom-men, ihn gerne zum Tochtermanngehabt hätte, wann sich anders ihrebeyderseitige Güter mit einander ei,nigermassen vergleichen liessen; ersey deßwegen zu »hin gegangen, undhabe ihn gefragt, was er vermöge?Jeannin aber habe mit der Handauf seinen Kopf und auf einige Bü-cher gewiesen; und geantwortet:Gehen sie hier alles mein Ver-mögen und alte meine Glücks-güter. Der Erfolg hat solches qe-rechts-rtiget. Man hat IVlemviresund blexociLkion« von ihm, welcheselbst in des Cardinals von Riche-lieu Augen so wichtig waren, daßer sie unaufhörlich laß, und versi-cherte