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«warb sich grossen Ruhm durch sein«Kentniß in den Wissenschaften, inden Künsten, in den Alterthümernund in der Baukunst. Kayser Ma-ximilian hielt sehr viel auf ihn. Jo-kundus war des Buveus Lehrmei-ster in der Baukunst, setzte sich beyden Gelehrten zu Paris, Rom, Venedig und in allen Theilen EuropenSin Hochachtung, und starb sehr altvms Jahr i r; o. Er hat den Cäsar,Bitruvius und Frontinus und andersherausgegeben. Durch ihn hat man inder Bibliothek zu Paris den gröstenTheil der Briefe desPliniuS gefunden,welche Aldus Manutius gedruckt hat.l^odeUe^Stephan) yerr von Limodin,ein franz. und latein Dichter, starb zuParis seinerVaterstadt > s 7 r -iM4istenJahr, nachdem er viele Tragoedienund andere Poesien verfertiget. Erwird vor den ersten Franzosen gehal-ten,der Traur- und Lustspiele nach Artder alten geschrieben hat. Jeneheiffen Cleopatra und Dido. DerCardinal du Perron hielt von seinerPoesie wicht gar viel, und pflegte zusagen, Jodelle mache seine Vers«von geflossenen Erbsen.Jodocus,MarqqrafillMähren,wurdenach Ruprechts Tod '4,0. zum Kay-ser gewählt, starb aber gleich den fünf-ten Monath hernach wieder,ohne vorher die Krönung erhalten zu haben.Man rühmt seinen ansehnlichen BartH. Jodocus. Franz. Josse, einberühmter Einsiedler in Frankreich,war Jndichaels Grasen von Bre-tagne Sohn und Giguels Bruder,welcher sich zuerst einen König vonBretagne nennte. Als aber dieserPrinz beschloß, die königliche Wür-de von sich zu geben, und eiu Mönchzu werden, bat er seinen BruderJodocus, solche an seiner statt zuübernehmen. Allein dieser hatteschon gleichen Entschluß gefasset, ent-wich daher heimlich von Hof, undgierig zu sieben Pilgrimen, welche
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nach Rom wollten. Als er in Ponthieu kam, nahm ihn ein Hervbes'Landes,NamensHaymo, in sein Hausauf, ließ ihn zum Priester weihen,und machte ihn zu seinem Kaplan.Sieben Jahr hernach bat Jodocusden Haymo um, an einem abgeson-derten Ort, der würklich Ray heißt,als ein Einsiedler zu leben. Der Her-zog Haymo gestattete ihm solches,und ließ ihm eine Kapelle und eineZelle dahin bauen. JodocuS lebtedaselbst mit einem Schüler, nah-mens Durmarius, acht Jahr, unterBüß- und andern strengen Übungen,und starb 668. Zu Paris ist seinemNahmen eine Pfarrkirche gewidmet.Es war zuvor ein kleiner Hospitaldaselbst, in welchem Jodocus aufeiner Reise, die er nach Paris ge-than, eingekehrt.
Ioel, Phaluels Sohn, einer vonden sogenannten zwölf kleinen Pro-pheten, in deren Ordnung er derzweyte ist, prophezeyhete umsJahr789. v. C. G. von der babylonischenGefangenschaft, von Ausmessungdes H. Geistes, und von den göttli-chen Gerichten über die Heiden.Seine Weissagung enthält nurKapitel, und ist wie alle kanonischeBücher des Alt. Test. in ebraischerSprache versaßt. Die Schreibartdarinn ist heftig, genau und figürlich.
Iofridi s. Gottfried.
Johanna, von Albret, eine berühm,te Königin von Navarra, Heinrichsvoa Albret II. Königs von Navar-ra, Tochter und Erbinn, vermähl-te sich den 10. Oct. 1548. an An-ton von Dourbon, Herzog vonVendome, dem sie Heinrich IV.nachmaligen König in Frankreich ge«bahr. Johanna war eine weise undherzhafte Prinzeßinn, welche dieWissenschaften und gelehrte Leuteliebte, und sowohl gute Verse als gu-te Prose schrieb. Sie trat zur Re-formirten Kirche, und führte dieseSss e Reli-