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worden. Man glaubt diese Erneu»rung sey 884. Jahr v. C. G. ge»schehen, da« ist, Iö8. Jahr vorder gewöhnlichen Zeitrechnung derOlympiaden , welche mau mit demJahr 776. v. C- G. ansäht.
H. Jrenäus, ein berühmter Bischofzu Lyon, gebohren in Griechenlandum« I. iio. war de« Papias undPolycalpu« Schüler, welche selberden Evangelisten Johanne« gehörthatten. Jrenäns vergaß die Lehren,die ihm Polycarpus in seinerJugendgegeben, niemals. Seine Hand-lungen, sagte er, und seine Re-den sind noch in mein Herzgegraben; sie sind mir sehrlebhaft und gegenwärtig, undGVtt thucmir dieGnade, daßich sie unaufhörlich im Ge-dächtniß habe. Man hält ge-meiniglich davor, Polycarpu« habeihn im Jahr i s?. nach Gallien ge-schickt , so aber nicht erwiesen wer-den kann. Gewißist, daßIrenausnach Lyon gekommen, von wo au«er um« I. 177. von seiner Kirchezum Pabst Eleuiherius soll geschicktworden seyn. Zu Rom disputirte erwider den Valentin»«, und seinezwey Schüler Florinus und Blasiu«,deren Irrthümer er schriftlich wider-legt Nach seiner Rückkunft folgte«r dem Pothiwus in der bischöflichenWürde z» Lyo«, und ward da« Ober-haupt de? Gallischen Kirchen, denener mit Eifer und Gottesfurcht vor-stund. Nach des Pabst EleutheriusTod erhob sich ein Streit zwischenseinem Nachfolger dem Pabst Victorund den asiatischen Bischöffen wegenHaltung des Osterfest«. Diese be-haupteten , man müßte selbiges je-desmal den 14. Märzen halten, auswelchen Tag in der Woche es auchfallen möge: Victor hingegen wolltee« mit den abendländischen Bischöf-fen schlechterdings an einem Sonntaggrseyret wissen. Victor erklärte
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hierüber die andersgesinnte Bischöffein Bann. Jrenäusaber schrieb au«dieser Gelegenheit im Nahmen dergallischen Kirchen einen Brief an denPabst, darinn er ihm sagte, daß,vb er gleich die Ostern mit ihm amSonntag seyre, er dessen ungeachtden Eifer und Stolz nicht billigenkönne, womit er ganze Kirchen umeines Kirchengebrouch« willen inBann gethan habe. Die Sachewurde nachgebend« aus der Kirchen-Versammlung zu Nicaa entschieden;Victor aber wurde dem Jrenauseben sowenig geneigt, als denBi-schössen in Asien. Von dieser Zeitan weiß man von ihm bis an seinenTod fast gar nicht« mehr. Er er-litt den Märlprertod unter demKay-ser Sevcrus im I. Er hatvieles geschrieben. Man hat abernur noch eine lateinische ziemlichbarbarische Uebcrsetzung seiner lUbr.V. aäverius bsereles ; einige grie-chische Fragmente und seinen Briefan den Pabst Victor beym Eusebius.Der berühmte Herr Kanzler Pfaffhat au« der Bidliotheck zu Turin<)uacuor »necäora greecs 8. IrenLifragmema dem 6ic>rnale cle' lerce-rari ä' Iralia einverleibt, nachmalsaber 171s. im Haag besonder« dru-cken lassen. Die besten Ausgabenvon den Schriften des Jrenäuü hatman dem ErasmuS von >5-6. demGrabius von 170,. und dem P.Maßvet von zu danken.
Seine Schreibart ist wohlgesaßt,deutlich und voller Nachdruck, dabeyaber einfach und nicht sonderlich er-haben. Man findt viele Gelehrsam-keit in seinen Schriften, daher Ter-tullianus von ihm gesagt, er sey
Omnium äoÄrinarum Lurioiug ex-ploracor. Dodwel hat 6. gelehrteund sehr merkwürdige Dissertatio-nen von ihm geschrieben, die vieleszum Verständniß seiner Schriftenbeytragen. Man muß ihn Wi-ll u n r gens