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daß, daß man im ganzen Alterthumnicht« zuverlässiger« antust. End«lich beschloß Julian, da« Christen-thum auszurotten, es koste auch,was es wolle; nur wollte er zuvorden persischen Krieg zu Ende brin-gen. Er machte Zubereitungen undbrachte Opfer ohne Zahl, undschwur bey seinem Abzua, die Kir-che nach seiner Rückkunft zu zerstö-ren. Allein, GOtt beschützte sie vordiesen Drohungen. Denn als ersich im persischen Krieg ohne Pan-zer in da« vorderste Treffen gewagt,ward er mit einem Pfeil tödtlichverwundet. Mau weiß nicht gewiß,ob solches von den Feinden odervon seinen eigenen Leuten geschehen.Man erzählt gemeiniglich, er habehierauf eine Handvoll Blut aus sei-ner Wunde aufgefaßt, und solchemit den Worten: d» hast end-lich überwunden, Galtläer!gen Himmel geworfen. Es magum dieses gemeine Gerüchte, wel-ches Theodoret erzählt, Grund ha-ben oder nicht, so ist gewiß, daßJulian mit vieler Freudigkeit zusterben schien. Er unterhielt sichdie letzten Augenblicke seines Leben«mit dem Weltweisen Marimus vonder Dortresiichkeit der Seele, undstarb die Nacht darauf den rüstenIna. rLj. im zrstenJahr. Vonkeinem Prinzen haben wohl dieSchriftsteller verschiedentlicher ge-redt, weil sie ihn aus so verschiede-nen Gesichtspunkten betrachtet, undJulian selber aus lauter Wider-sprüchen zusammenqesetzt zu seynschien. Er besaß, sagt Fleury,eine solche Vermischung vonguten und bösen Eigenschaf-ten , daß es gleich leicht war,ihn zu loben und zu schel-ten , ohne die Wahrheit z»beleidigen. Auf der einen Seitewar er gelehrt, freygebig, mässig,nüchtern, wachsam, und wollte
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vor gerecht, gnädig und sanstmüthiggehalten seyn: auf der andern warer leichtsinnig, unbeständig, lächer-lich , verfiel auf den FanaticismuSund auf den ungereimtesten Aber-glauben ; hielt nach einem verderb-ten Geschmack alles daS hoch, wasihn als einen sonderbaren Menschendarstellen konnte; verläumdete dasGeschlecht des Constantinus, undverweigerte oft den Christen dieAntwort auf ihre Bittschriften.Man kann sagen, daß er mehr son-derbar als groß gewesen, und daß!er alles lächerliche Wesen der Welt- >weisen an sich gehabt, ohne jedoch >die Eigenschaften ei es grossen Prin- ^zen zu besitzen. Man hat noch!Reden, Briefe, eine satyrischeSchrift: cie Owssribus, eine ande-re wider die Einwohne-- von Antio- >chien unterm Titel: Misopogon!und einige andere Stücke von ihm,welche Petaviu« i 6 ;o. gnechi'chund lateinisch in 4. herausgegeben.Ezechiel Spanheim hat auch < 6 y 6 .eine schöne Ausgabe in Folio be-sorgt , und der Herr de la Blettriehat einen Theil davon ins französi-sche übersetzt. Man findet Witz undviel sonderbares darin»; aber wenigGeschmack und Beurtbeilungskrajt.Sein vornehmstes Werk schrieb er jwider die Christen in sieben Büchern, 1wovon man noch einige Fragmente jin der vortreflichen Widerlegungfindt, welche Cyrillus von Aleran-drien dargegen geschrieben. Werihn genauer kennen will, lese seinLeben von de la Blellrie, oder die iAbhandlung des berühmten Herrn 'Oberhospredigns Cramer, welche,in dem dritten Theil der Boßveti- ;scheu Einleitung in die Geschichteder Welt und der Religion x-s.404. befindlich, und sehr unpar-theyisch versaßt ist. JovianuSwarsein Nachfolger.
Julia»