Band 
Zweyter Theil.
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Julius m. zuvor Johann MariadelMontt/ erlangte in den schönenWissenschaften und in den Rechtenviele Geschicklichkeit. Er ward Bi-schof von Palastina / Erzbischof zuSiponto und is;6. Cardinal.Man gebrauchte ihn hierauf inwichtigen Geschäften/ bis er den 8-Februar, »sso. auf Pabst Pau-lus m. folgte. Julius stellte dieKirchenvrrsammlung zu Trident wie»der her / und setzte sie fort, nach-dem er schon unter Paulus m.päbstlicher Legat daraus gewesen; ergrief zu den Waffen wider den Her-zog von Parma/ Octavius Farnese,und starb den r). Merz Isss.Marcellus H. war sein Nachfolger"

Julius, Herzog zu Braunschweigund Lüneburg/ aus der mittlernbraunschweigischen Linie / einer derwürdigsten Prinzen seiner Zeit/war im Jahr >f,8. von HerzogHeinrich dem jünger» und Mariavon Würtemberg gebühren. SeinVater/ ein Feind der Reformation/bestimmte diesen seinen drittenSohn dem geistlichen Stande/ wo.durch er nicht nur ein Canonicat zuCölln erhielt/ sondern auch »umBischof zu Minden postulirt / undzum Coadjutor von Paderborn er-klärt wurde. Allein Julius unter-suchte beyde Religionen / und er-klärte sich endlich aus eigenemTrieb vor die Reformation. Erzog sich dadurch die gröste Ungnadeseines Vaters zu / und wurde erstalsdenn wieder von ihm aufgenom-men/ nachdem seine beyde altereBrüder in der Schlacht bey Sie-vershausen isf;. umgekommen/und von Heinrichs zweyter Gemah-linn kein Erbe zu hoffen war. Erfolgte seinem Vater >f68/ und ließalsbald das Rcligionswesen in sei-nem Lande oach dem Fuß der an-dern lutherischen Kirchen einrich-

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ten. Er bediente sich Hiebey son-derlich der beyden grossen Gottes«gelehrten Martin Chemniz und Ja-cob Andreä. is7>- errichtete erein Gymnasium zu Gandersheim,das er hernach , 774. nach Helm-städt verlegte / und das folge deJahr zu einer Universität eryob,welche noch jetzt ihrem Stifter zuEbrcn die Julische genennt wird.Im Jahr ,576. kam auf seinenBefehl das sogenannte Lorpus vo-ÄrinL Mium heraus / und wurdeals ein symbolisches Buch in seinenLändern eingeführt. In eben die-sem Jahr den is. Oktober ließ erin seiner und seiner drey Pr. zen >Gegenwart die Universität Helm-städt mit grossen Feyeriichkeiten ein-weihen , und zugleich seinen älte-sten Sohn Heinrich Julius zumU.eüore dlagniücenrillimo erklä-ren. Er starb de» May is8y.nachdem er nicht nur sehr löblichregieret / sondern auch seine Staa-ten mit einem Theil der GrafschaftHoya und Bruchhausen und mit demFürstenthum Calenberg vermehrt.

Julius AfricanuS/ s.Africanus.

Julius Romanus / s. Roma-nus'

Juncker/ (Christian) ein gelehrterSchulmann / gebohren zu Dresdenden 16. October 1668. studirte zuLeipzig - ward hernach Rector zuSchleusiugrn / zu Eisenach und zuAltenburg / wo er den r-, Junii1714. gestorben. Er war ein Mit-glied der preussischen Academie derWissenschaften/ und ein sehr gelehr-ter Mann/ der von aller Pedante-rie entfernt war; weil er aber keineMittel hatte / mußte er seine Sa-chen iwder Eile amarbeiten / so manje und je an ihnen spürt. Er hatviele alte Schriftsteller sä moäumMneUü mit Anmerkungen heraus.

gegeben,