Band 
Zweyter Theil.
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Justiuiaa eine« unsterblichen Ruhmerworben; hingegen haben die An-hänger des päbstlichen Stuls vielesgegen ihn einzuwenden, daß er sichi» die Kirchensachen gemengt. Erdrohte dem Pabst Agapetus mit derLandesverweisung, und verfuhr ge-gen den Sylverius und DigiliiiS sowohl vor als nach der sogenanntenallqemeinenKirchenvrrsammlung vomJahr 5f;. noch ernstlicher. Erstarb den 14. Novemb. 56s. im84sten Jahr. Er hat die prächtigeEophienkirche zu Constantinopelbauen lasten, welche vor ein Mei-sterstück der Baukunst gilt. Justi-nus der Jüngere war sein Nach-folger.

Iustinianus II. mit dein Beynah-men Rhinotmeme , daß ist. mitder abgeschnittenen Nase,folgte auf seinen Vater Constaatinden Dartigten im Jahr 68s. alser 16. Jahr alt war. Er nahmden Saracenen »erschirdene Provin-zen wieder ab, und machte einenvorrheilhaften Frieden mit ihnen,den er aber leichtsinniger Weise undgegen alle Staatsklugheit im Jahr690. wieder brach. Er machte sichhierauf durch seine Grausamkeit ver-haßt, und gab dem Patricias Leomtius Anlaß, eine Empörung desVolks wider ihn ju erregen. In-stinian wurde wirklich vom Throngestoffen. Man schnitt ihm dieNase ab, daher er obigen Beynah-men erhalten, und schickte ihn imJahr 694. nach Chersones ins E-lenp. Leontius wurde alsbald zumKapser erklärt; allein Tiberius Ab-fimaruS vertrieb ihn wieder imJahr 697. Dieser regierte unge-fähr sieben Jahr, nach welcher ZeitJustinian im Jahr 704. durch denbulgarischen König Trebellius wiedereingesetzt wurde, welches den Leon-tius und Tiberius Abstmarus das

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Leben kostete. Jnstinian setzte seineGrausamkeiten fort, und regiertenach seiner Wiedereinsetzung noch6. Jahre. Endlich wurde er nebstseinem Sohn Tiberius von Philip-picus BardaneS im Jahr 71,. er-schlagen, der ihm auch in der Regie-rung gefolgt. Mit ihm erlosch dasGeschlecht des Heraclius.

4 . Justinus, der Märryrer ge-nannt, ein christlicher Weltweiterdes H. Jahrhunderts, war zu Nea-poliS in Palästina , heutiges TagesNapoulouse, gedohren. Die Ver-folgungen , die er die Christen mitsolcher Standhastigkeit ausstehensah, bewogen ihn, diesen Glaubenauch anzunehmen. Nachdem ersolches gethan, fuhr er fort die Phi-losophie zu lehren , und kleidete sichwie vorher. Als sich unter Antoniodem Gütigen, Abrrans Nachfolger,eine Vcrsolgnng wider dir Chri-sten erhob, schrieb Justinus eineApologie vor die Christen. Erüberreichte nach der Zeit eine an-dere dem Kayser Marcus Aure-lius, darinnen er die Unschuld unddie Heiligkeit der christlichen Reli-gion wider die Verlaumdungen desCrescens, eines cynischen Philoso-phen, uud einige andere vertheidig,te. Justinus machte dem Christen-thum durch seine Wissenschaft unddurch seine Aufführung Ehre; er be-stätigte seine Lehre durch seinenstandhaften und unbefleckten Glau-ben, und litt den Märtyrertob imJahr 167. Ausser den angeführ-ten Schntzschristen hat man nochvon ihm : visloZum cum Irypbo-ne ^uäreo äe verirrte reliZioniscsirlstirua:; läbrum äe lVlonsrckisvei; Orsrionem sä Or^cos; <)use-üiones cMngue säLrwcos er cc>n-turslionem relponlicmis illorumUnd U-elponstonem sä xrsecsnics8griLlbiones. Die besten Ausgabenvon Justins Werken haben aus