Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

2Z25 Li

rios. Mitglied, und starb zu Gies-sen im Jahr 1749- Er hat sehrvieles so wohl in den mathemati-schen Wissenschaften, als inderGot-teszelahrhctt geschrieben.

Ligarius, ( Quintus) des CajuSConsidiuS, Proconsuls in Africa,Lieutenant, machte sich bey den Afri-kanern so beliebt, daß sie ihn, alsConsiLius zurückberuffen wurde, zumProconsul begehrten und erhielten.Er blieb immer in solcher Hochach-tung und Liebe, und die Asricanerwollten ihn an ihre Spitze setzen,als der Krieg zwischen dem Pom-pejus und Cäsar ausbrach. Allein,Ligarius wollte lieber nach Rom zu-rückgehen. Er schlug sich zum Pom«pejus, und war auch in Asrica,als Scipio und die andere, welcheden Krieg wieder angefangen hatten,geschlagen wurden. Dennoch schenk-te ihm Cäser das Leben; nur sollteer nicht wieder nach Rom kommen.Diß nöthigte den Ligarius sich aus-serhalb Italien verborgen zu hallen.Seine Brüder und Freunde, beson-ders Cicero, thaten alles mögliche,ihm die Erlaubniß, nach Rom zu-rückzukommen , auszuwürken, alsTubero sich zum öffentlichen Anklä-ger des Ligarius darstellte. Da-mals hielt Cicero die vortreflicheReve: pro (). I>jA3rio, welche vorein Meisterstück d.r Beredsamkeitgilt, und den Cäsar vermochte, denLigarius freizusprechen, ob er gleichbeschlossen hatte, eS nicht zu thun.Tubero war über diesen Ausgangder Sache so mißvergnügt, daß erden Entschluß faßte, gar nicht mehrvor Gericht zu reden.

Liger, (Ludwig ) der Verfasser vie-ler Schriften vom Acker - undGartenbau, gcbohren zu Aurerreim Januar. 1658. starb zu Guerchibey Auxerre den 6. Novemb. 1717.

Li rzrS

Das vornehmste von seinen Werkenist betitelt: >' Oeconomie Generalecle I2 (lampZAne ou dlouvelle Nor-ton rulliyue. Die beste Ausgabeist die von 17;,. jn zwey Quart-bänden.

Lightfoor, (Johann) ein gelehrterenglischer Theolog»« , qebohren zuStoke in der Grafschaft Staffordden ry.Merz 160,. war in Kennt-niß des ebräischen, des Talmudsund des Rabbinischen, einer der ge-schicktesten Männer seines Jahr-hunderts. Nachdem er zu Cam-bridge studirte, gieng er nach Nor-ton, wo ihn der Ritter RolandCotton zu seinem Kaplan annahm,und ihn veranlaßte, sich auf dasebräische zu legen. Er ward hier-auf Prediger an der Bartholomäi-kirche zu Landen, und wurde unterdie Gottesgelehrten von Westmün-ster ausgenommen, welche währen-der bürgerlichen Kriege Engellandresormiren sollten, Im Jahr164;. gab man ihm die PfarreMundon in der Grafschaft Hersort.Im Jahr 16fr. ward er Doctorund >675. Vicekanzler der Universi-tät Cambridge. Er starb zu Ely,wo er Cauonicus war, den 6. De-cember -677. Man hat vieleSchriften über das Neue Testamentvon ihm, darum er das Evange-lium aus den Gebräuchen und Ge-wohnheiten erklärt, die zu den Zei-ten Christi bey den Juden üblichwaren. Das bekannteste sind seineblorce ebraics: ec talmuclicT. Diebeste Ausgabe seiner Werke hatJohann Lcusden 1699. zu Utrecht inFolianten an« Licht gestellt.Lightfoots sämmtliche Schriften ent-halten viele merkwürdige und wich-tige Sachen.

Ltlienchal, (Michael) ein gelehrterund arbeitsamer lutherischer Thcolo«gus, gebühren 1656. zu Licbstadt

iu