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kayserlicher Rath und Stadtspndi-cus zu Breßlau; daher er denn denTag über seine Geschäfte verwaltete,und den grasten Theil der Nacht denWissenschaften und guten Freundenwiedmetr. Ausser seinen Gedichtenhat man auch die Rede auf den letz-ten plastischen Herzog Georg Wil-helm zu kiegoiz, Brieg und Woh-lan von ihm. Diese ist der Redeaus den Herrn von Hosmaanswal-dau noch vorzuziehen , aber manfindt sie selten. Die Lebensbeschrei-bung findt man bey seinen Gedichten,welche >701. herausgekommen sind.Don seinem Armenius haben ihnweder die vielen Verrichtungen nochauch die heftigen Schmerzen derGicht abhalten können. Er hat ihnaber nicht zu Ende gebracht, weiler den 27. April löe;. vom Schlaggerührt worden. Benjamin Neu-kirch hat den zweyten Band anskicht gestellt. Es ist aber auch dieseHeldengeschichte viel zu schwülstigund hochtrabend, und mit gar zuvieler Echulgelrhrsainkeit vellge-pfropft; daher sie jetzo gar nichtmehr gelesen wird. Von Teaur-spielen hat man ferner von ihm:Sophonisbe, Cleopatra undIbrahim Sultan. Sie sindalle voll häufiger Anspielungen aufgelehrte Sachen, und so! schwülstig,daß sie nicht ohne Nachlesen der star-ken Anmerkungen verstanden, folg-lich auch niemals gespielt werdenkönnen.
Lojola, s> H. Ignatius.
Lolr, ( Nicol. ) ein französischerMahler, gebohren 1614. zu Paris,studirte die Werke des Pouffin sofleißig, und ropirle sie mit solcherKunst, daß es schwer ist, die Copievom Urbild zu unterscheiden. Kö-nig Ludwig XIV. gab ihm 4000.französische Pfund Pension. Loir
legte sich auf die Farbenrirchuoaund auf die Zeichnung. Er wähltebesonders die Frauen und Lindersehr glücklich, und starb p Paris1679. Sein Bruder AI:xiuSLoir hat sich mit dein Gialstichelberühmt gemacht.
Loisel, (Anton) ein berühmte.'Pav-lamentsadvocat zu Paris, gelvhreaim Jahr is,6. in Beauvais auseiner Familie, die fruchtbar ai ver-dienten Männern gewesen , stidirtezu Paris unter dem berühmter Pe-trus RamuS, und machte sch ssbeliebt bey ihm, baß er ihm lach»mals die Vollstreckung seines letztenWillens auftrug. Loisel lerntk hier-auf die Rechte zu Toulouse md zuBovrges unter dem berühmter, Cu-jaciiiS, der seiner öfters rühmlichgedenkt. Er erwarb sich g'ossenRuhm durch seine gerichtliche Re-den, und bekleMte verschiedeie an-sehnliche Aemter - Der Präidentde Thou, der K anzler de l'Ho>ital,Pet. Pithou, Cbaud. Dupuy, Scä-vola von St. Matche und orderegrosse Männer seiner Zeit, naren.seine Freunde. Er starb zu Parisden 24. April 5617. Man hatvon ihm: Huic viicoui-5, hie erals königlicher Advocat in der Ju-stizkammer von Guienne gehalten;je OiüIoZue kies ^vocnrs ärr krrlr-inems äe ksri's ; les Textes äuvroir krnn^ois; les IVlemoires äe
Leruvllis, und anderes. ClaudiusJoly, Canonicus zu Paris, hatsein Leben beschrieben.
Lolhard Walter, auch Lollard,wird unter die Ketzer der mittlernZeit gerechnet. Er verwarf dieMesse, die letzte Oelung, die An-ruffung der Heiligen^ die eigeneGenugthuung vor dze Sünden, unddie Gewalt des PabsiS. Darneben
aber