12 4 Helvetischer Kirchen-Geschichten _
der Helvetischen Kirch genennei werden,weilen weder die Die-
ner noch andere Glieder dieser Mche, vielweniger ausiändische Scri-benten den Anfang und das Wachsthum der gedachten Kirche umständ-lich beschrieben, entwederS/c) darum, daß sie es wegen immerwähren-den blutigen Verfolgungen und Kriegen nicht können, oder weilen sienicht wollen, als die lieber das Ctzrtstentrium übe», als ihre WerckderNachwelt bekandtmachen wollen. Diese Bmchtsw rtverändert P.Lang (6) in eine Klag, als hätte mein sel. Vater und einige andere Zü-richer ,zu ihrer Seelen Trost und Seeligkeirin Christo/ „gewun-^schetchas Glück zuhaben,daß er den Glauben der Züricherischen Ertz-«Martyrern besser erkennen und den Stand dieser anhebenden Kir-schen mit mehrerem hätte erklären können,,, verspricht deßwegen sol-ches in seinem sogenannten Historisch Theologischen Grundriß/zuzergen. Aber B. Lang ist zu kurtz zu einem solchen Merck. Ermachet in diesem cruoLKei hiervon viel Worte, gibt doch keinen Be-richt, viel Fablen kerne Wahrheit. Wie so gar keine Feigen von diesemDornstrauch zu erwarten, ist abzunehmen aus dem , daß er sagt, seinWar nicht Vorhaben seye zu probieren, daß Zürich nach abgelegtem Heyden-Papisti- rhum keinen andern Christlichen als den heurigen Römischen81» Glauben/ empfangen habe. Wie kau aber dieses seyn ? Sintemal^ -er ersten Evangelischen Predigers« und derZürtcherischen Erb Mar-tvreren Zweck gewesen, anstatt des Heydemhums das Cbriftenthum zupflautzen? Nun hat der äufferltche Gottesdienst der heutigen Röm.Kirch mehr Gleichheit mit dem Heydemhnm als mit dem Christen,tbum. So daß die Thebeer, wann sie nach Rom, oder an Ort,da dieRöm.Lebr und Ceremonien in Übung sind,kommen solten, wider solcheheutig Röm.Lehr uch Ceremonien nicht weniger Eifer erzeigten,als sieerzeigt haben wider den Heysnischen Unglauben, aber auch eine gleicheBelohnung zuerwarten hätten, wie sie von den Heyden empfangen.Helvetisch« lll- Es seye aber das Eoa-g 'lium den Helvetieren anfänglich ge-Lehrer sind prediget worden,durch die Gallier wie viel beredt sind, oder durch ande rebenachbaurte oder durch die von Fehrnuß k«Mmenden Tbeb?er,so ist esocom kom- ^ch nicht von Seiten, auch nicht aus Befehl des Röm. Bistboffs ge-fthehen. Deßwegen die Heivetier den Pabst keineswegs als für ihrenLehrmeister ansthen müssen; und als wären sie Lchrjünger deffelbigm,gelten lassen was er g ll heißt, was ihm nicht gefallt verwe ffen, hiemttihnen nicht so fast die Übereinstimmung und Gemeinschafft milder Rö-
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