_das Andere Buch. _ i zy
„des Pöbels, welcher bißweilen aberwitzig ist r etwann auch etwas von
„dem Seimgen hinzu zuflicken pflegt. In weitläuffigere Klägden unsschärffere Worte find ausgebrochen zween gelehrte Spanier, ^lelckiorLanus ein Bischoff, und I-uclovicus Vive8. Dann nachdem 6LNU8 be-Spanne»feufzer,daß das Leben derKayseren durch 8ueeomum,und das Leben der ren.Heyvntfchen Weltweisen durch i^serrium viel redlicher beschriebe wor-den seye,als das Leben der Heiligen durch die Christen spricht er (r): „die„meiste der unserigen, lassen sich entweders durch ihre Effecten leiten,
„oder sie erdencken mit Fleiß Sachen,deren ich mtch nicht nur schäme,
„sondern die mich auch betrüben. Dann ich sitze, daß solche Leute der. Christi. Mrch nicht allein nicht nutz sondern sehr schädlich sind.Wei-.ters schreibt er: v>ve8 habe ein sehr billiche Klag geführt, daß in der„Klrch so viel Historien erdichtet worden seyen. Er setzt hinzu: Die so„die Menschen durch falsche und lugenhaffte Schafften zu Verehrung„der Heiligen haben verleiten wollen, die haben meines BedunckenS„nichts zuwegen gebracht als daß man jetzt wegen solcher erdichtetkSa-„chen auch dem nicht Glauben zustellen will, daß sich wahrhofftig bege-„ben hat.Solche Betrieger aber seyen für keine ehrltcheLeute zuhalten.
x vi. Diese Mangel befinden sich mitNahme« in den Historien derMärtyrern,als welcher halben A 4 ilieru 8 ein eisertger Frantzösis. Papist Märtyrer(8) sich vernehmen lassen: »Alle MartyrHKücher (der Alten,) so in un- Geschütz-...seren Händen find, seyen entweder-durch einen Zusatz neuer Heiligen^" u^dre.»vermehret,oder nach der Gewohnheit der Griechen verfälscht worden.
Und der Bischoff6oäsZu(5): „Die meisten Erzehlungen, so von den schxt.„Märtyrern handlen,sind erdichtet, oder mit kindischen Fablen vermi-„schet,und mit falschenZeit-Rechnungen angefüllet.Vielleicht sagst du,kan man sicherer gehen aufdas, so in den LreviLni8 stehet? Aber Vola-rerrsnu 8 (r) schreibt, ,.es seye zu beklagen, daß in den I^0N8 Lsnvnici«„Chor-Bücheren) sohandgreiffliche Lugen stehen, welches denjenigen,
„welche solche Sachen heraus mustern sollen, zu grossen Unehreo geret-»zche.Dteser Fehler ist nicht erst von den jüngeren und neueren Skriben-ten begangen worden; sondern diese Unart hat schon früh angefangen.
Schon um ä.e. 492 hat 6eiL6u8 Rönr. Btschoff ernstlich beklagt,daß so viel falsche ^3 der Märtyrern ausgestreut worden. Was hatteer für Worte gebraucht, so er die tn den gesolgeten Zeiten gebrauchteBetriegereyen erlebt hätte? Wer hat sich aber hierzu brauchen lassen?
S 2 Lasse
(r) I.oc.cc»mm. lid.n. c.6» (r) Vinäic.lib. r. c. 4. (0 prrrf.sä kiiü. Lc-cle 5 . (t) I.ib, lS. b>r68.