r4o_ Helvetischer Kirchen-Geschichten
Lasse es dir den oben gedachten Papisten kosguemm sagen: »Sowie»die Wahrheit reden wollen, (schreibt er v) so hat Franckreich die ersten»Mönchen Herfür gebracht, welche hierin» einen Eifer sehen lassen, einen»einfältigen und hitzigen, doch unfürstchtigen und Gewiffenß-losev Ei-,,fer. Nachdem dieses Übel einmal eingeschltchen, hat es so sehr über-hand genommen, daß um ^.c. 1022. der Mönch l^raiäux (u) ge-sprochen- «ES gibt Leute, welche,indem sie die Thaten der Heiligen er-geben wollen,wider das Licht der Wahrheit handle»,gleich als möchte„die Ehre heiliger Leuten durch Lügen groß gemschet werden. Dann»so sie etwas auf den Lügen gehalten hätten, wären sie nicht in die Zahl„der Heiligen kommen. Und um ä. e. r o6o. ?errux Oamiam ein»Cardinal schreibt 5 x): Es seyen diejenigen vermessen, welche indem sie»andere,mit rühmen erheben,sich selbst in den Abgrund der Unwahrheit»,stürtzen,lk. Und anderstwo: Einige vermeynen sie ehren Gott, wann»sie Lügen erfinden,damit sie die Wereke der Heiligen austzreichen mö-„gen. Ein solcher war Qguskerrux des Möegaru Bijchosss zu L.imoZeIn Franckreich WeybBischoff, welchen in einem zu Mimo-
se gehaltenen eonciüo ein Abt angeklagt, daß er des kromonix Lebens-Beschreibung lucri csuxL, aus Begier- Gewinns lassen ausgehen (7).Daß man mit denen in den Helvetischen Gemeinden ausgestreuetenSchrifften nicht red! cher umgegangen seye, ist klar aus denen §. 27.eingeführter Bekandtnüßkloremci; uud deren Lebens-Befchrcibuugdes XöLßnogMvon welcher hernach ä. e 640. Also istdie Kirche mitFablen gleichsam über schwemmt worden. Dann von ä. ges.bisi in daSJahr i soo. fast niemand mit Büchercn umgegangen als die Mönche««nd Priester, diese aber beredten sich, sie dörffken vorgeben oder fürneh-men,was sie zu Vermehrung der Religion, (oder recht zusagen desAberglaubens) und ihres Stands und zum Aufnehmen ihrer Clöste-ren dienlich seyn bedunckte. Und dies s ist die eigentliche Ursach,daß fi> viel Bücher geschrieben worden, von dem Herkommen und Ur-sprung der Kirchen und Clösteren,von den Wunderwercken von den Er-scheinungen Gottes der Englen, der H. Jungfrau und anderer Hettt-aen, und den Seelen der Abgestorbenen, worvon uns insolgenden Zei-ten nur gar zu viel Exempel aufstoffen werden.
Güldene XVII. Das Unglück war für die Kirch Gottes desto grösser, wei-
Legend len nicht jederman tüchtig gewesen, den Betrug zu erkennen , ja weilenwegen
lv) I.il>. r. Lliit- >. (u) 2p. raun. öisculr. c. IVIiller. cgp. 19. riz.L Lor^. karr.r. p2Z. 74. (x) in vir. dlaur. Lsesen. lom. r P2s. iL;. 5v) ViäV2U. öe vlu Lsrr. p. ;z.