Band 
Erster Theil
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Helvetischer Kirchen-Geschichten

m § M aber nicht zuvrrgeffen/daßBaronius (Z) schreibt,Arnolfus seye erst ä.'s», c. 640. Modoaldus aber unter König Ptptno, (der e. 6s i. denKöuigl.Thron bestiegen habe) Btschoffzu Trier worden-welches er ausModoaldi Lebensbeschreibung beweiset. Weilen nundie Bruntrauti-schenJssuiten (K) wohl erachte»; könen, daß wm Boboleni Wort nichthoch halten werde, haben sie sich wider Baronium ernstlich tnS Feldgelassen.

K»,.,«,,;-,. Wo ist aber Columbanus hinkommen? Zu dem Lombardischennus erbauet König (i) Agilulfo. DeremAnge ihn freundlich,aus-essen Bewilli-Boby in gung verfügte er sich nach Mayland, und sigete schriffc-und mündlichItalja. wider die Arianer,deren noch viel in der Lombardey waren. Der Königsolle ihm freygestellt haben,zuwohnen wo es ihm beliebe. Als nun in desKönigs Gegenwart gedacht worden, einerS. Peters Ktrch, welche zuBobio ohnfern der Stadt Pavia, 1 m AvenninifchenGebürg, an einemftuchtbaren Ort, bey einem lieblichen Fluß stehe, seye Columbanus da-hin gezogen,habe die halb zerstörte Kirch widerum aufgerichtet, und einEloster daselbst angerichtet,tu welchem er Abt gewesen.

Gallus er- Bey Columbani Abre.se von Bregentz, war Gallus (li) mit einem

krancket. Fieberbehafftet,deßwegen er begehrte,Columbanus solle ihm gestatten,im Landzubletben.Eolumbanuö willigte ein,mit dem Geding,daß Gal-lus keine Meß halte,biß nach Columbani Absterben, welches ihm durchÜbersendung seines Stabs kundgemachet werden solle. Also habe sichGalluS nach Arbon verfügt zu Willimaro,der ihm durch Magnoaldumund Theodorum abwarten lassen. Aus Strabo (!) mag man schlieffen,Gallus seye allein aus Columbani Gesellschasst zurück geblieben;Mag-noaldus aber (welchen Gallus bey gewissem Anlaß seinen Sohn nen-net) und Theodorus,seyen des Willimari O-aconi gewesen. Muß hie.mit falsch seyn, was indes Magnoaldi (m) Lebensbeschreibung stehet ;diese beyde seyen deS Columbani Gefehlten gewesen,und haben bey Co-lumbano angehalten,daß sie bey Gallo itzme abzuwarten bleib? möchte.Gehet in Nachdem Gallus (n) genesen, soll er begehrt haben daß ihn Hilti-kin Wild» boldus Diaconus» eine andereWildnuß führe, in welcher er sich auf-uuß. hMn möge,Der seye mit ihm gegangen,an einen dörnichteuamBäch-

lein Steina (Steineich) gelegnen Ort. Ist die Gegend in welcher dieStadt und das Clostcr S.Gallen ßehet.Als Gallus daselbst ankörnen,seye er mit einem Fuß im Gesträuch hangen geblieben, und gefallen.

Nach

^ (ß) l8.)ul. (d) Nils. 8-cr. ä p. 74. (i) 8igon. äs ReZii. Irsl.

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