Band 
Erster Theil
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Helvetischer Kirchen Geschichten

744.

PipinusSegen S.GaLen«nadig.

^ ^ ^ allerersten sollen den Nahmen von dem Rauracherland getragen,und in^'der alten Stadt Angst gewöhnet haben, nämlich Justinianus ( 7 .m ?46.AdelphiuS s i r. und 5;;. Der erste Bischoff, welcher den LittetBafel, geführt von der Stadt Basel,ist Walanus. Und so man denen Bedru-cken,welche wir in angeregten Jahren angezogen, Platz geben will, somußte Walanns der erste Bbßlerische Bischoffgenennet werden. Umso viel mehr,weilen Rhenanus meldet (c) daß in dem Bischoff. Baßle«rischen Register, dieser Walanus unm-ttelbar nach Pantalo gesetzetwerde.Nun zweiflet RbenanuS selbst, (und zwar billig, wie Bl.96.rc.zusehen) daß Pantalus ein Bischoff zu Bafel gewesen, und erachtetesseye die Bayerische Kirch biß dahin unter demBisantzischen Bischoffgewesen. Er fetzt hinzu, daß S.Martins.Kirch zu Bafel die älteste,und eine Zeitlang daselbst die einige Kirch gewesen.

^CarolusMartellus hatte zween eheliche Söhn hinterlaffen,Caro-komannum und Pipinum(6).Jener(s)gab die Regieruugauf, undbegab fich nach Cafftno ins Clofter.Er reisete durch S. Gallen, hat dochden Habit nicht (wie etliche Oden Mönchen zu schmeichlen schreiben,)zu S-Gallen,sondern erst zu Rom (§) geänderet. Die S.GallischenMönchen solle er noch in zimlicher Armuth angetroffen, deßwegen fürsie einFürbitt-Schreiben gemachet anPiptnum,deme rsOtmarus selbstoberbracht/Und so viel ausgewürcket habe,daß Pipinus seinen Beamte-ten gebotten, den Mönchen im Cloßer-Bau beyzustehen und selbigeneinzulifferen, was jährlich in die Königl. Cammee gelifferet werdensolle. Habe ihnen neben anderen, eine Gwck verehret, und dasClosterbefreyetchaß tnskönftigdie Wahl eines Abts,bey felbigenMönchen ste-hen solle, doch daß der erwehrte unmittelbar vom Könh bestätiget wer-de. Auch sollen sie keinem anderen Fürsten als dem Konig unterthstnigseyn,und nach der RegelBenedicti (die ihnen Pipinus zugleich überrei-chen lassen) leben. StrabuS setzet hinzu: Damahls habe dasMönchen Leben zu G. Gallen einen Anfang genommen (K). AusRaperto möchte man schließen, daß Pipinus dem Closter diesenFreyheitS.Brief gegeben, als Otmarus ä. e. 720. mit Waltramonach Hofgerciset.Aber Strabus berichtet,daß Otmarus zweymal beyHoff gewesen,und die jetztgedachten Freyheiten erst aufder letzteren (!)

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