_Drittes Buch._zoz
c.720. kaum der zehende Teutsche (2) ein Christ gewesen seyn soll. Heyden-Man schreibt zwar, daß die gantze Oecidentalifche Helvetia, das ist die Mm ,»Mzwischen der Rüß und dem Genfer-See gelegne,unter Burgund ange- gemächlichzehlte Länder, um e. 430. Christo angehänget seve, aber im Ost-Fränckischen oder Orientalischen, zwischen der Ruß und dem Rheingelegnen Theil, war das Heydenthum noch hin und wieder starcl.
Dessen gäntzliche Ausrottung ist beförderet worden durch i.A-DurchConstanttnum^l. (K),und die ihm nachfolgende Röm. Kayfer, durchwelche von Zeiten zu Zeiten,ernstliche Mandatwider diesen Greuel er-«^gangen, li. Die Burgundtschen undFranckischenKönia.Ebendiele,gen.nigen, welche diesen Länderen das Joch der leibltchenDienstbarkeit auf-gelegt,haben denselbige zur Freyheit der KtndernGottes qcholffen.Wiedurch ihre blutige, wider dieftNation geführteKrieg,die noch zarteKirchtrefiich geschwächt worden,also wurde sie zu Friedens Zeiten durch selbi-ge widerum gestärcket. Cs schreibt zwar (c) Herr Tschudi, daß Clodo-veus der Grosse, den Alemanneren, als er sie < 1 .499. bezwungen,versprechen müssen, er und seine Nachfahren,wollen diejenigen, so vondieser Nation bey dem Heydenthum zuverbleiben begehrten,hieran nichthinderen. Dieses Begehren wäre eine gewisse Anzeigung,daß diefeVöl-cherdamals noch tiefin diesem Schlamm gestecket seyen Ob aberClo-doveus von denen,welche er überwunden, dieses oder andere Geding an-genommen hätte,überlasse dem gönstigen Leser zubcdencken. Doch sindin Alemannten nicht wenig von Clodovet Joch frey geblieben,und unterdenen,welche er bezwungen,waren viel welche sich zu diesen letzteren ge-schlagen und dasFräncktsche Joch,(wie vormals daSRömische) mikhin-zu von sich zuwerffen getrachtet. In solchen Unruhen nun, sodann inHinderrmßdenen schweren Kriegen,welche die Burgunder wider die Francken, und von vmdie Frauckischen König wider sich selbst geführt, hat das Christenthum^"^"'so grossen Anstoß erlitten,daß es nicht nur nicht können völlig eingeführtwerden sondern theils Orten widerum abgeschaffet;anderwärts aber ei-ne (der altenSamariteren nicht ungleiche) halb Christliche,halbHeyd-nische Religion eingeführt worden. Sitze Bl. 246.
M. Wiewol aber der Satan.als der im trüben Wasser zufischen Satanspflegt bey solchen Anlässen nicht gefeyret hat doch Gott seinem Volck in Vorhabendieser Finsternüß manchen Trost Stern leuchten laffen.Dan wie starck^ZI,der Satan an die Kirch dieser Enden gesetzt,könte erste doch nicht mehr^ch wirdgäntzlich verderben,sondern sie ist gewesen,gleich denenRosen welche fichunnütz.
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