Band 
Erster Theil
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Die ringefub kenNeuerun«gen sindsirafwür-dig.

Z24

Helvetischer Kirchett-Geschichren

Römischen Jrrthumen mag man reden,wie LucasWaddiugus (äci)einFraneiscanee-Mönch, von dem bekandten Streit, wegen unbefleckterEmpfä 'gnuß der H.Jungfrau Maria,le lsssL temper robuliior-ex liu-milibus ac pens clelpicabilibus principilS ac morivis forn, haben einenge. tagen und verachtlichenAnfang gehabt, ftyen aber je länger je gewal-tiger worden Aas wenigem hat man viel, und aus Mittel-Dingen, hatman Mittel und würckende Ursachen des Heils gemacket. Was jene je-dem frey gelassen,daß wollen diese allen aufzwingen. Daher was jene»se) eine Irrung gewesen, das ist an diesen viel gefährlicher anzusehen.Das iKni so man in seinem geringen Anfang geduldet hat,hat man nachverspürtem vielfältigemSchAden der daraus erwachsen, billig abgeschaf-fet.Diese Ding haben in ihremAnfang denGlanben und dasVemauenaufden Verdienst Christi,nicht aufgebebt: deßwegen sie den Menschenan der Seligkeit nicht Minderet. Aber nachdem sie gewachsen, haben-e den,der sich daran gehalten von Christo abgeführet,auf ein ftembdes,aber fa!scheSM-ttel deSeligkeit zuerlangen,gewiesen,und dardurch inSVerderben geführt. Anfangs hatdie Gonn (das Liebt des Evangelii)etwas von ihrem Schein verrohren, erst mit der Zeit ist, (doch wederbey alle" Versöhnen,noch an allen Orten gleich:) die Antichristischeund Egyptische Finsternuß erfolget. Lang zwar tadelt meinen sel.Vater,daß er geschrieben die Kirch seye von einer solchen Fwstervuß er-griffen werden da doch lang vor ihm Otto Frtfingensis (5), auch Car-dinal Darontus (Z) gleiche Wort gebraucht. Der Lese bedrucke h er-von die WortJvyanms Ferireines gelehrten Predigers zu Mayntz(K): nachdem dieser erzehlet, wie gut es Gedeon mit seinem Ephod ge»Mynet,welches ihmeaber übel ausgeschlagen habe sagt er: „Wer sihet„nicht Haß in der Mch ein gleiches geschehen? Fromme Leut haben„vielDmge guterMeynung etngcführt;wir sehen aber,daß felbtgeDin-„gest-rMißbrättche und Aberglauben verwandlet werden. Zum Exem-„pel die Festtage,die Ceremonien,die Pilder die Meß,die Ciöster. Erbricht ab mit ünem,re. unter welchem viel verborgen gebliebe seyn mag.

xxm. Wäre jemand über dieses alles noch so unbedacht, daß erbehaupten wolle man seye bey der Apostolischen Einfältigkett und Rei-nigkeit geb!lebea;o-er so je etwas geänderet worden,habe es Sachen be-troffen,daran nichts gelegen, und die im Gewalt der Christen stehen ftk-

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