Drittes Buch. 32z
xx>. Wie die Mönchen gemeiniglich von den Fußstapfen ihm GalliVorfahren abgewichen; also sonderbar dieje igeu, weiche sich auschun jünger da-für Lehejünger und Nachfolger des ColumbM nndGMvon welchem den ausLang (s) sagt,er seye ein Clostw,M§nch gewesen / und habe zu G.7^7"Gallen den Llofter» und Mönchenstand angerichtet. Dann diesenicht nur dißmcht die Benedictinische Regel tragen.sondern auch vonder Ledensgattung Galli abgewichen. Gallus solle gemeiniglich anseinem Leid eine eiserne Ketten getragen haben, er nähme (wie Cslum-bittms§.L?.) keine Gesichencke an, was man ihm aufgetragen, theileteer aus, nicht unter die Scinigen,(damit er selbige von der HanHArbeltnicht abziehe) sondern unter die Armen, die aufgetragenen Biichofflt-chen und Aebtischen Würden schlüge er aus, als welche seiner LebenS-Gattung zuwider seyen. Columbanus wolle bey der Meß, weder sil-berne noch güldene, sondern ehrene Gefäß brauchen (K), weidete Prie-ster und Kirchen; und thäte anders, so ihnen die Btschöffe zueigneten.
Thun solches diejenigen auch,so vor dessen Söhne gehalten seyn wollen?
Dessen Urtheil von Unfehlbarkeit des Römischen Pabsts und Mch,die Weise Galli in Besthweerung des Satans, ihre Gebrauch znwei-hen, rc. sind anderstwo bemercket worden.
xxll. Die Ungleichheit der Religion,heutiger Röm. Kirch,undMMcnderen Christen, so in diesem Zeitlauf gelebt, Ist so groß, daß Cardinal rühmenBona(c)obnlän6st geschrieben: „Man ist gewißlich denenjenigenM mobi.„schlechten Danck schuldig,welche die alten und neuen Gewohnheiten sen Artik.»gegen einander hatten,und eine Gleichheit zwischen denselbigen anfiel. U»le wollen. Klagt anbey,es seyen viel Neuerungen gemachetMdMiß, uberein.bräuche aufkommen welchen schwerlich abzuhelffen seye.Widerum sagt stmmunger (6): ,.Wir (Papisten) haben noch heut zu Tag vielWörter mit den mit den al.„Väteren gemein. Aber im Verstand dieserWörteren, find wir von^vr»
,»einander so weit entfernet, als weit ihre und unsere Zellen von einan-'
„der find. In den Schafften etlicher Vätercn wird gedacht der Cruci-fixen,der Fafien,rerMeß,rc.Aber die Dtng,welchen diese Nahmen vor-mahls gegeben worden,sind von dem,das in Röm. Kirch also genennet^^„.wird, so weit unterscheiden, a!S ein Funcken von einem Feuer, welches Md rwi.mit seiner Flamm ein gantzesHauß umgibt, und als ein Büchlein von schen die,einem Waldwaffer, welches gantze Dörffer hinreiffet.Von den meisten se» und je»
Rr 2 Rö-^"'
(r) Grundr. I. p. IO26. b. (!,) 5 rrLd. Vir. 6-II. l.ib. I. c2p. Iy. (c) !-l-lurg. Nib. 1. cLp. 18. (ll) Ibici. Nulta guiciem vocsduls, nobis Le prilcis commu»ni» rerinemus-, seä scnlu ab co guem runc Ualiebznt, non minus slieno, yuämnoNr» rempora » xrimis jä Ltiriüo Necuiis rem»ka stinc.