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Helvetischer KirchemGeschichten
REG Clostergegangen. schnellen Tods gestorben. Aus diesem möchte man864. 'schliefen, OtmaruS, welchem auch oklEins Grab mitgegeben wor-den, seye biß an sein End ins Bischofs Bann gewesen. Doch wollenandere (e) beweisen, daß auch unverleumdete Versöhnen, und Prälatenselbst solcher Gestalt bestattet worden, in Hoffnung, die Teufel werdenalso von den Todten abgetrieben, und werden die Todten ungehinderttn Himmel kommen (f).
866. In dem Stifftungs-Brief, welchen König Ludovicus wegen desFrauen-Closters zuLindau gestellet haben soll,wird derFürbitt gedacht,welche Bischof Salomon wegen selbigen Closters bey dem König ab-gelegt. Nachdem aber der berühmte Conringius bewiesen, daß die-ser Brief eine Mönchische Betrügerey und Mißgeburt seye, willmich darbey nicht aufhalten M-
Die Mönchen hatten nunmehr, was sie wegen Otmari verlanget.Bey deffen Erhebung war abgeredet,diesem so grossen Wunderwerckereine eigeneKirch zu bauen.An dieser nun wurde so fleifftg gearbeitet,daßsie innert z.Iahren mit grossen Unkösten verfertiget worden. BischofSalomon hat sie (zu samt S. Michaelis Kirch) geweidet, ein undS. Och. ander Glied von Otmari Leib genommen, und hier und dort auSge-mars theilet. Das übrige wurde in einem aus Gold und Silber bereitetenKirchweihf.Sarck Cß) gelegt, und mit Wachskertzen, Gesang und Weihrauch inchie neue S.Otnrars-Ktrch getragen. Diese Kirch wurdet, e. l622.unter Abt Bernhard abgebrochen, Otmari und andere vermeynteHeilthum in S. Galli Münster, und ä. o. 1628. tn die widerumprächtiger aufgeführte S Otmars Kirch gebracht (K).
Abt Hart- Grimoalduö wohnete der ersten und ariderenVeränderung S.Ot-„>ut. tnax§ Dann er suchte nunmehr Ruh, und brauchte tn Retchsge-schäfften (denen er zuvor als König Ludwigs Cantzler abgewartet) denHartmuth. Er blieb im Closter biß an sein End, wtewol er den Cioster-Habit nie angezogen. Hartmuth wußte sich bey dem König wol einzu-flicken. Weilen das S. Gallische Closter seine meisten Einkönften undGüter von gemeinen Leuten her hatte, solche Güter aber nicht unterdem Schirm des Königlichen Cast-Vogts waren, klagte sich Hart-muth bey dem König,diß Closter habe keinen Advocaten, und seyen des-sen Einkönften nicht so wolgesicheret,als die Einkünften anderer Erste-ren,
(e) Dsll. äe Lulrib. t.zcin. Vll. ;o. 8 ueur 41 . L. Hn. 419. (s) in ( an. 8;.I'rull. (ss) Lentur ölploni. l.uäovicisni. (tz) Nalperc. csp, 9. (ki) kaurer. ktel-