Band 
Erster Theil
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;o4 Helvetischer Kirchen-Geschichten ^

« C G Vorgeben von dieser Engelweihe genugsam dartbäten. AberBellar-948.^ tyinus Stapletorus,re. welche sich treflich bemühet, die Röm Wet-Hungs-Ciremonien zuverthäbigen, reden nichts hiervon, womit sie zuverstehen geben, wie wenig Glauben sie diesen Erscheinungen zustelle».Soll auch nicht vergessen, daß die heutige Röm. WeihungSweise, erstnach dem ro.Jahrhundertin den Gang kommen. Sihe Bl. 2w.

P. Hunger sagt sp), diese Weihung seye ein niemahl erhörtesWunderwerck gewesen.Ich sage.es seye ein niemahl erwiesenes Wun-derwerck.Aber den Mönchen ist es nichts ungemeines,derglciche»Wei«düngen und Erschwungen zu erdichten. Ebensolche (wie die Einsidlt-fche beschrieben wird) sollen geschehen seyn In Franckrctch (<;), Engel-land (r), Teutschland (§), Italien (r),und hat eine zimliche Gleichheitmit dem,dessen die alten Sektierer, die Pepustaner, sich gerühmt haben(u). Aus dergleichen Legenden, wird diese Leonische Bull abcepirtworden seyn, aufdaß diese Englische, ja göttliche Weihe, denen Exem-tionen,Freyheiten, Ablassen,mit welchen diese Bull angefüllet ist, einenSchein und Nachdruck gebe. Füge noch hinzu, daß das Buch, so un-ter Conradi Nahmen,^ secreris,Lcc. gestellet worden, und so viel Um-ständ hiervon erzehlet, ein Zeug ist, welchen man nicht darf ans Tag-licht kommen lassen. So wenig trauen ihm die Papisten selbst Es istaber vermuthlich, daß so je ein Buch unter diesem Titte! in der Weltist, selbiges von einem unnützen Mönchen abgefaffet, und unter demNahmen eines so berühmten Btschoffs ausgegeben worden seye, selbi-gem einen desto grösseren Credit zumachen; dergleichen Betrügereym,n grosser Menge begangen worden sind. Die weitlauffige Ausfüh-rung und gründliche Bekräfftigung, dessen so von der Engelweihe derEmsidlrschen Capell, beygebracht habe, findet der Wahrheit liebendeLeser in denen gelehrten L chnfften , Herren Doctor Heideggers stl.Gcd. wider den auch ohnlänast abgeleibten, Augustinum Reding, ve-canum, hernach Abt zu Einsidlen (x), woselbst (7) auch derEinwurf,daß beyde Lobi Stadt, Zürich und Bern, diese Engelweihe o.1466. ftr bekandt angenommen haben,grundlich beantwortet wird.

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