Band 
Erster Theil
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Viertes Buch.

507

äußert dem Ehestand leben. Diese Satzung Mimt, daß unter den N- C. G.Bischöffenmnd allen übrigen Ständen der Kirchendieners» einige imEhestand gelebt; daß man aber diesen verehltcheten die eheliche Bey-wohnung verboiten; ja aus §. 1 .ist zuschließen, daß einige geheyrathet,da sie schon imMchenstand gewesen,welchen man aber ins konfttg (auswessen Antrieb ist unbekandt) nicht mehr gestatten wolle,sondern die soins künftig in Kirchenstand tretten werden mitGewalt und wider ihrenWillen vom Ehestand abgehalten. Goldastus war (Z) der Meynung, A. Ulrichsdaß dem Bischoff Ulrich zu Augspurg,welcher selbst demComrlio bev'^l^wohneke, dieses Ehe-Verbott so sehr m ßfallenchaß er den bekandten (ll) ^

unter dem Nahmen Ulrichs, Bischoffs zuAugspurg ausgangnenSend-briefandenPabst geschrieben, und durch solchen Brtefwiderdleses

ESe-Verbottprotestirt habe.WetlenaberdieUberschrifftdieses BmfS

an Pabst Zrieolaum l. gestellet, welcher i oo. Jahr zuvor gelebt, wird

Goldüstusgeurtheilethaben/dieUberschrifftdieserEpKlseyeverfalschet

worden. Wir werden aber dieser Epistel druntenwidemm sedencken.

König Berengarius hat sich hernach Kayserliche Ungnad uberdenHalß gezogen.Er belägerte Pavie, allwo AdelheidbeyB rtha gezeugeteTochter,Lotharii einesKonigsinItaIien,Witwe)sich aufgehalten.Auf dieser Fürstin Begehremkam Otto inJta^räubere Berengarium des Königlichen T»ttels, auch etlicher Guteren,welche derKayfer seinem Bruder HertzoginBayerenM.DerWyserheyrathete bey dieser Gelegenheit dieAdelheid,welche Ä« derHeimEmttsich nachZürich gebracht. Neben vielen anderen Men und Bi-fchöffen war auch tnKayserl. Begleit Ekberrus,A schoffvon Mer«der Kayser soll gestattet haben^ einen Theil des Heilthumsvon^Felixund Regula von Zürich mit sich zunehMen.HabesiezaTrierinS.Be-ters Münster gelegt. Hochgedachter Kayser bezeuget auch in einemBeschirmungsbriefdiß Jahrs, daß Lc6s6L5.?^r'>cum curcs fubM , sn.S. Peters-Kirch,samt beyltgendem Pos ZM FrauenH^habe (ü). Weilen Adelheid noch jung war, waren Lutolpyus der MrumSohn, undConrad,Hertzog von Lothringen »ndZrancken, OttomscyerunrTochtermann,wegen solchen heyrathens so ubelruftiede^den Kayserdie Waffe» ergriffen;und auch Aere wtde^

»iglet. Lutolffsonst ein beliebter Herr (.), a^NG n ^nannten ,hatte bey sich die Schwaben und Metier.^Bischoff Ulrich und l.van-

(Z) cir. P.;o8. Cont. ^leman. z:^ 97- (k) 0»!.rea.verit. t-'d.-. (")kjorunZ. 8xec. P.L 48 . (i) veocsrus §c ommbus NtliÄrs. Nepra. -41-