Band 
Erster Theil
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ZIV Helvetisch er KirchemGeschichten _

N. C. G. Gallen widerkehrendeu Cralo erinneret ; du wiest ja das verlohrnes;8. Schaaf (den E-stiinum verstehende) aufdeinerAchse! heim trag§? AlsCralo dessen sich weigerte,hvffcte derChurischeBischoffHaribert im trü-ben Wasser zufifchen, und liesse sich vernehmen, Pfefers lige in seinemBischthum,deßwegen seye er der Hirt dieses veriohrnen Schaafs; ver-meynende das Closter Pftfers an sich zubringen. Hat aber nicht alleindiese Abtey nicht bekomm,sondern verlshr noch dieKayserl.Statthalte-rey zuCbur,welche erst s/s.durch Ottoaeml'. seinem NachfahrHtlttbaldo zugestellet worden sr). Endlich sagten die Kasserl Räthe(deren etliche desEnseliniGesipte waren,andere durchEnselinum sich bc«Pfefers steche liessen),das ClvsterPfesers feye demReich heimgfallenmnd brach-freygeias- ten es so wett,daß es ä.e.ys 8- (u),vom Btschthum Chur und ClosterS.Gallengeiediget,widerum zu einer Abtey gemachetMd dem Enze-lino,dem Cralo aber allein das S.Gallische Closter übergeben worden.S Galli- Der kluge Kayser sahe vor,daß die Widerkunft CraloniS denMön-

sch'erMö^ chen zu S.Gallen widrig seyn werde; befahl deßwegen dem Bischoffchen Aber. Ulrich,daß er ihn dahin begleite.Es pflegten aber die Kirchen oder Clö-w'llen ab ster denen Prälaten, von welchen sie heim gesucht wurden, das Evange-^vrem Übt. Ijxn-Buch entgegen zutragen.Aufdiese Weise wollen dicS GallischenMönchenden Bischoffzwar auch empfangen, reichten ihm du ch denVictor das Evangelium dar, alsöa daber felbigerdicsem Buchen ge-wohnten Kuß gegeben, ist Victor mit dem Evanzelienbuch darvon ge-loffen.Der mißvergnügteBischoffeilete ihm nachmnd wolle ihn bey demHaar zurück ztehenraber Victor,nachdem er das Buch zu des BischoffsFüssen gemorsten machte sich darvon,der Bischoff aber reichere demAdtdas Evangelium zum Kuß;behielte das Buch, und legte es hernach wi.derum aufden Altar.Mittlerzelt verfügen sichVictor und dieMöncheu(dann sie waren alle mit Cralone übel zufrieden) ins Closter und schlies-st» es vor beyden Prälaten zu.Doch liessen sich etliche Mönchen (x) mitdem Btschoss,welcher sie ernstlich hierum ersuchte, in ein Gespräch ein.Sie verwiesen dem Bischoff, er Habesich gegen Victor gar zu hitzig er-zetgt.Von ihrem Streit gegen Cralone,bekermeten sie,daß beyde Theilfehlbar seyen, die Mönchen darum, daß sie Oominum mlöiemem mi-nus perperi poilim ; einen so strengen Regenten nicht vertra-gen können. Cralo darum, daß nachdem sie als freye Leut, ihn er-wehret ihr Vater zu seyn, er sie zu Knechten gemacher habe. Lvangeii-cse parismiL eile, ulque aä morrem obeäire; die Evangelische Lehr er-fordere, daß man dem Gewalt stch nicht widersetze,so man gleich das Le-

den

(r) 8pr«ck. x. (u) Lulsr. p. 79. (x) Lccrril. c. 9.