572 Helvetischer Kirchen-Geschichten
«. C. G.»-Sen, daraus folge,so sie die Keuschheit nicht Halten mögen, daß sie das1074. z,Laster der Hurey znvollbringen verursachet wurden. Sie wollen lie.,-berdenKtrchen-als denEhestandverlaffen,alsdannmögederPabst an„ihren Platz Engel beruffen.GregortuS kehrte sich hieran nicht,sondern 'hielte im Rom. Lateran,sein angeregtes Concilium,durch welchesKay-str Heinrich in den Bann gethan,und denPriesteren die EbeUbgestrickthingegen Keuschheit gebvtten;die aber übel gehalten wurde,sagt HerrTschudt(u).Diescs Concilii Gutachten,wurbevon Gregorio,tnFranck«DeßMgen reich und Teutschland übersendet, und denPrtesteren bey Andräuunggehaltene Des Banns gkbotten, ihre Eheweiber zuverstoffen. Kein VerehelichterSynodi. (der Pabst nenncte sie formcarios Hurer) solle künftig hin Meß lesen.Wo fern sie solches thücn, solle manbey ihren Messen Nichterscheinen,noch ihnen Zebenden abstatten,sondmrste mehr als die Pestilentz fleu-hen. Der Ertzbischoffzu Mayntz sahe vor,daß solches schwerlich werdezu erheben seyn Vermahnete die in seinem Ertzbischthum wohnendePriester dem Päbstl.Gebött sich gutwillig zu unterwerffen.Jnnert hal-ben Jahrsfrtft sollen sie die Priester,Ehen aufbeben. Als er aber imWeinm.dte Priesterschaffr nach Ersort bescheiden, und genöthiget sichzuerklären, ob sie den Kirchendtenst oder den Ebestand lieber verlassenwollen,wendeten die Prtester vielDtng ein wider solches zumuthen;alsaber der Ertzbischoff Päbstl.Befehl vorschützete,unddaß er genöthtgetwerde,selbtgen wider seinen Willen zuvollstreckenmahmen die PriesteretnenAbtritt,sich zu unterreden. Da dann etliche riechen,ohne Abschiedheimzukehren,die anderen sagten,sie wollen widerum in die Versamlunggehen,aber den Bischoff ehe er den Bann ausspreche, zerreiffen; aufdaßes anderen erleide,solche Zumuthungen zuthun.Der Bischoff empfien-ge hiervon Nachwind, und solchem Unglückvorzubtegen / versprach erden Pabst zuberedenDaß er von seinem Begehren abstehe (v). Die Ur-sach solchen Aberwilleuswar, daß die meiste» noch in der Ehe lebten,Vder iN der Jugend Verehelichet gewesen. Contra afferebanr LX Lvan-gelio Lc Paulo naruraligue Oei inüiturione : Haben sich gesteuert aufdie H.Schrtfft undDie göttliche Einfatzung.Der Ertzbischoff selbst sollihrer Meynung gewesen seyn. Habe aber hinter dem Schilt gehalten,weil erden Pabst gefürchtet (w) Aus einem Brief welchen GregoriuSa« Ottonem abgehen lassen, ist zuschlreffen,daß Otto zuHauß geblieben,und durch einenGesandten, seineAbwesenheit entschuldigen lassen.Mu,tiuS sagt,er seye darum nicht selbst zuRom erschienen,wellen er erachtet,
seine
lu) 1074. (v) «074. (vv) Autiur Lirron. 6er«. l.id. l6.