Band 
Erster Theil
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_Viertes Buch. _ 6z 5

geführt,widerum zu ihrem uralten Regiment,wie esvorJuliiCäsmsn C G.Zeiten gewesen,zugreiffen: Burgermeißer, Zunftmeister und den Rath r 14 »zu ordnen.Danauch derKaystrkeinenGewaltüber sie habe.DasVolckseye diesemAmoldo so starck angehänget,daß niemand wider denselbigessich regen dörffen. Pabst Lucius ergriffe e. 1145. die Massen wi-der die burgerschafft, empfiengaberinbestürmuvg deS Capitolii eineWunden,an welcher er bald gestorben (y). Als ä.e. n^. Adrta-vus i v. aufden Päbstl. Stuhl erhebt worden, habe da- Volck bey sel-bigem mit bitt und bedrauen, angehalten, daß er dem Bürgermeisterund Rath, den sie erwehlet hatten,das Regiment frey zustelle. Adria-nus (-)muthete ihnen hinwiderum zu,daß sie sich keines Regiments be-laden, biß daß sie von den Päbsten Jnnocentio und Engenio verbanne-ten Ketzer Arnold aus der Stadt gejagt. Solches thaten sie, berufftenihn aber bald widerum,und erhitzgeten sich wider Adriauum so sehr,daßsich selbiger aus der Stadt begeberyund von Kayftr Friedrich Hüls be-gehrt. Als Friedertch, der ohne dtß einen Zug in Italien vor sich hat-te, mit seinem Heer nach V terben kommen,habe sich Adrian bey Ihr.

Maj. erklagt, daß Arnold das Volck wider ihn und dic Priesterschafftverhetze, deßwegen sie bey jedermann in Verachtung seyen, und vielTrotz leiden müssen, sie beschirmen den Arnold mit Gewalt. Begehrtehiemit Jhr.Maj.wollen die Römer und den Ketzer Arnold nach Ver- Wird ver-dienen strafen. Friedrich liesse sich bereden, Arnoldum zu Rom fan- brennt-gen,juäicio cleri,sagt Ligurinus,aufder Clerisey gutbesinden,verurthei-len.aufhencken, verbrennen, und die aschen in die Tiber werffen»

Ke lloliclse pleiiis, c^uem fecerar improbus error

^larr^ris olla nc>vo cinerczve ssoverer Sonore (s).

Dann das gemeineVolck hielteArnoldum btß an dessenTod so werth Dessendaß setneFetnde geförchtet die aschen von demselbigen möchte durch das Lobsprüche.Volck als einHeilthum aufgehoben und verehret werden.GerhouS(wel-cher damals in Leben war) wünschte daß dieKirch gelinder gegenArnol-dum verfahren wäre,und dessen blut nicht vergossen hätte (K). In denKirchengeschichten wird dreyer gedacht, welche fast zu gleicher Zeit ge-lebt,gleichen Nahmen getragen (c), mit gleichem Eifer sich dem Pracht«ndWeltlichkeit der Geistlich-genannten widersetzet,bey dem gemeinen

Hhhhr Volck

Rlsrin. (r) l>j. (s) l-igur, !oc. cir. Occo kriünß. l.ib. r. csp. ro. (I>) 6slnveüig.^nricli,. zp.vsser.äe 8ucceL^ pzz. ;o;. ( ) ^rnolkur, ^rnul^kuz, ^r-noläm,^>nsl6li5, L<;ni pollenr: I^inc Impe^aror Rom. d-ncellarius lmp. c^on-rr<j> comes tenrdurZ: Rc Rpilcopu? <^onüznr«/^rooisus, ^rnuIpUus, ^rriAUur.

Ir» älcicur ^ Rerkoltu;, Lc Rerclnolöus Lcc.