642 Helvetischer Kirchen-Gelchichterr
N. §. G. "ihnen der Kayfer das Recht aufs neue auf, und eMrte die Partheyenr 144. »nach Straßburg, da bestättigte der Kayfer, das von Heinrich (seiner»Mutter Bruder) gefallete Urtheil,in Gegenwart OrtliebsBischoffs,-zu Basel FridolinuS Abt in der Reicherm»,rc. AlsdievonSchweitz»bey dem Kapser keinen Gonst verspürten; ihnen nur unrecht geben ^wurde, fie doch in ihrem Gewissen nicht finden könten, daß sie diese«Urtheil ohne Nachtheil und Beschimpfung ihrer und ihrerVoretteren»annehmen könten,wurden fie einhellig zu Rath, von den Märchen ih-„rer Altvorderen nicht zuwetchen. Und dieweil fie ein frey Volck seyen,»und ihre Borelteren,des RetchSBeherrschung ausfteyem Willen an-»genommen mit dem Beding,daß fie jeder König oder Kayfer beyth-,,rem Land,Leuten,Märchen und alten Herkommen, als freye Glieder-.des Reichs beschirmen solle, nun aber ihnen zweymahl das Wider,«spiel begegnet, so wollen fie fürohin mit Gottes Hüls sich selbst beschir-men, bey ihrer Vorelteren Freyheit bleiben,und dem Reich keine Ge-horsame mehr leisten,fie thüen dann solches aus gutem Willen (c).
Bischoff zu Guidoni soll im LausannischevBischthum oachgefolget seyn Ame-kansannen deus,Mönch zu Clairvaux, Bernardt Lehrjünger (cc), hernach Abt zubekrieget. Hautecombe.ein reicher Edelmann,gebürtig von Castro Costa, obnfernVienne;welcher der Lausannischen Kirch, etliche Kirchen und Lehen ver-ehret. Er würd von Graf Amedeo bekrieget, die Stadt Lausannen be-lagert,uud mit einem Pollwerck (um die Stadt auszuhüngeren) einge-thau. Aberder Bischoff nöthigere den Graf,daß erden Bau selbst wi-derum abgebrochen,und dieBelagerung aufgebebt (ä). Dieser Bischoffsoll an Agnes-Tag gebohren, in die Schul geführten den Orden aufge-nommen,undBischoff worden seyn,daher er diese H.Jungftau als seinePatrönin verehret. AufBegehren seiner Schwester bat er 8 . zu Ehre«der H.Jungftau Maria gestellte Predigen ans Licht gegeben. War,4. Jahr lang Bischoff. Kayfer Friedrich I. gab ihm in Briefen diesen
Ttttel: Obsritlimo Osncellario nostro, ^meäeo I^aulänenst Lpricopo»hm eenere Lc nobilitLre, nec non böelirare nobis astri^u 8 cognolcirur.
Unserem lieben Cantzler; auch Vetter und Getreuem,rc. ttch.
,i4< Pabst Eugenius m.vermahnete dieser Zeit zu einem neuenVölcker-
Lernbar. Aufbruch inS gelobte Land. Aufdaß solches desto besser von statten ge-dus mäh, he,bediente er sich seines Lehrmeisters Bernhardt, dessen Ansehen allerL5 ^ Orten groß war.Bernhardus kam zum Kayfer zuFranckfort, verspürteVpwr aber
(c) l'scliuä//m-H4». H44. kliy. -45c. (cc) Vir. Lernli. I.ib. 2 . csp. 8 (6)§rumpk. Vlll. AZ. (öcl) viö.ox. 1.««»»bl. »I^kieoxk. K»inauäo eäi»,
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