Band 
Erster Theil
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7ZO_ Helvetischer KirchemGeschjchten _

rum hoch,weilen er gelehrte Leut geltebet,deren doch damals auffert et-lichen Bischöffen wenig waren. Die übrigen Herren bildeten sich ein,weilen sie Kriegsführer oder Rentmeister seyn sollen, seyen ihnen die8 ruciia nicht nothwendtg.Auch wann Leut von geringem Herkommen,inKünsten und Sprachen sich unterrichten lassen,wurden sie von diesemund anderen Fürsten geliebet, und (weilen viel jener Bischöffen anGelehrte nicht viel zum besten hatten) die Kayserl. Bmfe und Gebottealle in Lateinischer Sprach verfasset worden, hat er sie, ungeachtetschlechten Herkommens,zu Cantzleren und Räthen gemachet, deßwegensie cäpellam genennet worden;die bey einigen in schlechtem Credit ge-wesen (r). Die Bischöffe reifttev mit dem Kayser, daher die Nahmender Bischöffen in so vielen Kayserlichen chpiomaribus enthalten sind,wurden in Gesandtschafften gebraucht, in vorfallenden Streitigkeiten^ vom Kayser zu Schiedrichteren gemachet. Ja Carolus erlaubte ftrei-tigenPartheyenchaßdte Bischössein ihrenSachen gütlich handlen mö-ucken »kn,bl. 404. Mch gab er dem Ktrchenstand insgemein einige Freyhei-

ten. Hierzu soll ihn vermögen haben,ein Brief (§),welchen dem Vor-geben nach, PabstGelasiuS an Kayser Anastasium geschrieben» darinnder Pabst dem Kayser zu Gemüth führet,meilen die Fürsten den Bi-schössen zu versprechen stehen,gebühre es sich nicht, daß jene diesen gebie-ten» Deßwegen Carolus von der hergebrachten Weise den Kirchen-Stand zuregieren,abweichende,den Bischöffen eigene ^unEion überihre angehörigeGeistltche gegeben,daß wer an dieselbige zusorderen (r),sie bey dem Bischofs oder wohin es se!bigergewiesen, sürnehme. Wannaber der Geistliche dem Bischoffungehorfam gewesen,ist er der weltli-chen Oberkeit in Straf gefallen. Wann ein Ley sich an einem Geist-lichen vergriffen,sind derBifchoff undGraf zusammen getretten,bl.4 77.8.20. Doch wurden die,welche wesen Diebstals, Mord, oder andererMalesiz Sachen, in die Kirchen, Clöster, oder andere der GeistlichenBannzeun geflohen, durch den Grafabgeforderet, und der Bischoffoder Abt gestraft, so er den Frefler abgeschlagen (u).

Reichthum XI.II. So ist gewiß, daß die Prälaten unter Carolo grossererselblge« Reichthum bekommen.Weilen sie so nahe zum Feuer zusitzen gekomen,Volten sie sich fein wohl darbeywäruren. Sie erhielten für ihre Kirchenund Clöster, grosse Reichthum, und nambaffte Freyheiten. DoctorHemmer«» schreibet,Carolus habe derKirchZürich so vielguts gethan,

daß

(r) R,äberr. Vic. l.id, r. cap. s.^ääe Kor. l.upi in loc. cir. ex käir.

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