Band 
Erster Theil
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__Viertes Buch._7Z5

Nahmen erforderte Jhr.Maj.haß jn solchen Schulen die H. SchMmit Fleiß erklärt werde/ bl. 4.05.

xi^vi. Demnach hat Carolus die Schreib«und Les-Kunst in und dieTeutscher Sprach treflich beförderet. Gewiß ist, ^ daß die Helve- Teutschetier anfangs der Griechische»/hernach der Lateinischen Sprach im^M'Schreiben sich beholffen/ bl.6o.rc. ö Daß die Bibel früh in die Galli-sche und Teutsche Sprach übersetzt worden, bl zO/. Deßwegen demVorgeben, daß man erst zu Caroli Zeiten angehebt habe, in TeutscherSprach zuschreiben/nicht Beyfall geben kan. Doch sollen die Teutschenum die Zeiten Caroli ^.ihre Muttersprach (v) nnt GriechifchenBuch-siaben geschrieben haben,welche Buchstaben vielleicht Carolus geände-ret,und die Lateinische an statt der Griechisches zubrauchrn angehebt.Ferners soll Carolus verschaffet haben, daß eine Teutsche 6-ämmsrlcgestellet, und dartnn Anleitung gegeben worden, wie man Teutschschreiben soll (u): fintenmahl die Teutschen so viel überflüssige Buchsta-ben gehabt daßdieWörterauszusprechen (x),sehr schwer gefallen, nochschwerer aber selbige zuschreiben. Daher Otfridus, ein Mönch vonWeiffenblrrg erst tirn ä.L. 872. (lang nach Caroli Tod >) geklagt:

blujus ImguX bärbaries eüincultä LLlnZilcipIirtäbilis arc^ue iniuers ca-xi regulär, freno 6iämmäticse arriz: Die Teutsche Sprach stye sowild, daß sie den Zaum der Leskunst sich nicht anlegen lasse. Deßwe-gen waren die Teutschen erlegen; wie Otfridus wtderum sagt: lungus

IiLc veluu LAreliis babetur, üum ä propriis nec 8criprurä nec arre ali-

l^llä ull,8 ett cemporibus expvlita: Die Teutschen haben weder durchdie Übung noch durch die Kunst getrachtet, dieser Sprach auszuhelffen.

Dieser Otfridus unterstünde etwas hierin«,doch übermahl mit schlech-tem Nachdruck. Herr Tsthudi schreibt (2) von einem zu S. Gallenligenden alten Teutschen Evangelien'Buch, in welchem man aus s.oder s. Wörteren, nicht eines verstehen könte, so nicht der LateinischeText an der Seiten stunde. Weilen es mit dieser Sprach so schwerhergegangen- und ihrer wenig aufdie TeutscheSchreibkunK sich gelegt,bat man fortgefahren die Veikomnuffen, Stiftungen, und andere Uokund in LateinischerSprach aufzusetzen.Und zwar,weilen dieLeyen derLateinischen Sprach »»berichtet waren,wurden die Mönchen,PriesteroderFren bde hierzu gebraucht biß dtcTeutschen durch die grosse Kosten,welche sotchenSchretberen bezahlet werden wüßten, genöthiget worde,in ihrer eigenen Sprach ßch zu üben, doch möchte Kayser Rodolfeiner

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(v^) Oktiur älj Nkienän.Oerman. p>57r. (u) kginkläiö. Vit. Lsr. (x) 6via«n»^Iewrn.r;;9.;:z4. (7) xrxkt. LviwLel.»äIänrbett. (r) Rkrer. c. z6»